Mittwoch, 08. Dezember 2021

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Kammermusikfest Spannungen 2018Ein Geburtstag und ein Todesfall

Zum 60. Geburts­tag des befreundeten Geigers David Oistrach schrieb Dmitri Schosta­kowitsch seine einzige Violinsonate. Dennoch ist sein Geschenk keineswegs glanz­volle Virtuosenmusik.

Am Mikrofon: Oliver Cech | 14.01.2019

Der russische Komponist und Pianist Alfred Schnittke, schwarz-weiß-Aufnahme, an einem Klavier sitzend, in die Kamera blickend.
Der russische Komponist und Pianist Alfred Schnittke (dpa/picture alliance/Tass)
Die selten gespielte Violinsonate von Dmitri Schostakowitsch erweist sich als Geburtstagsgeschenk, das zum Nachdenken einlädt: Eine Studie neuer Tonräume, grüblerisch, nach innen gekehrt und dabei hoch emotional. Eine ähnliche Spannung prägt das Klavierquintett, das Alfred Schnittke nach dem Tod seiner Mutter komponiert hat. Die Trauer wird hier im Tonsatz aufgehoben. Schnittke selbst hörte in seinem Werk "Klangereignisse, die nur Schattenreste einer bereits entschwundenen tragischen Empfindung sind".
Ganz anders die witzig-extrovertierte Ballettmusik "La Revue de Cuisine" von Bohuslav Martinů: Im Jazzidiom lässt der Tscheche Küchengeräte zum Tanz antreten, zu Tango und Charleston.
Bohuslav Martinů
"La Revue de Cuisine"
Dmitri Schostakowitsch
Sonate für Violine und Klavier G-Dur, op. 134
Franz Schubert
Adagio Es-Dur für Klavier, Violine und Violoncello, D 897 ("Notturno")
Alfred Schnittke
Klavierquintett
Sharon Kam, Klarinette
Rie Koyama, Fagott
Peter Dörpinghaus, Trompete
Byol Kang, Violine
Elisabeth Kufferath, Violine
Yura Lee, Violine / Viola
Christian Tetzlaff, Violine
Gustav Rivinius, Violoncello
Julian Steckel, Violoncello
Aaron Pilsan, Klavier
Dina Ugorskaja, Klavier
Lars Vogt, Klavier
Aufnahme vom 23.6.2018 aus dem Wasserkraftwerk, Heimbach