Statistisches Bundesamt
Kindeswohlgefährdungen auf neuem Höchststand

Die Zahl der gemeldeten Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, meldeten die Jugendämter im vergangenen Jahr knapp 73.000 Fälle. Damit stieg die Zahl der Betroffenen binnen fünf Jahren um fast ein Drittel.

    Ein Kind sitzt zusammengekauert auf dem Boden, sein Kopf ist in den Armen vergraben.
    Kinderwohlgefährdungen sind in Deutschland auf Höchststand. (picture alliance / Bildagentur-online / Begsteiger)
    Bei mehr als der Hälfte der Kindeswohlgefährdungen stellten die Behörden Anzeichen von Vernachlässigung fest. In einem Drittel der Fälle gab es Hinweise auf psychische Misshandlungen. In ähnlich hohem Maße waren Minderjährige von körperlicher Misshandlung oder sexueller Gewalt betroffen. Etwa jedes zweite von einer Gefährdung betroffene Kind war jünger als neun Jahre.
    Gründe für die gestiegenen Zahlen wurden nicht genannt. Ein Teil-Aspekt könnte wie bei anderen Statistiken etwa zu häuslicher Gewalt sein, dass die Aufmerksamkeit für das Thema gestiegen sein könnte und dadurch mehr Fälle erkannt und gemeldet werden.
    Diese Nachricht wurde am 15.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.