Klingbeil und Lies bei VW-Betriebsrat
Klingbeil: Brauchen rasch Zölle auf chinesische Hybridautos

Angesichts der Krise bei Europas größtem Autohersteller Volkswagen fordert Vizekanzler Klingbeil Unterstützung ‌von der ⁠Europäischen Union.

    Niedersachsen, Wolfsburg: Lars Klingbeil (SPD), Bundesfinanzminister und Vizekanzler, spricht nach einem Treffen beim VW-Konzernbetriebsrat vor dem Volkswagen Stammwerk.
    Bundesfinanzminister Klingbeil spricht vor dem Volkswagen Stammwerk in Wolfsburg. (Julian Stratenschulte/dpa)
    Er ⁠dringe innerhalb der Bundesregierung auf eine rasche Einführung von Zöllen auf Hybridfahrzeuge aus China und auf Klarheit bei Vorgaben zur lokalen Produktion, sagte der SPD-Politiker nach Gesprächen mit Arbeitnehmervertretern in Wolfsburg. Auch mache er sich für eine Pflicht zur Gründung von Gemeinschaftsunternehmen stark, wenn chinesische ⁠Hersteller ⁠in Europa Geschäfte machen ⁠wollten. In China hätten jahrelang westliche Hersteller Kooperationen ⁠mit chinesischen Anbietern eingehen müssen.
    Niedersachsens Ministerpräsident Lies von der SPD sagte, es handele sich um einen Wettbewerb, in dem die Regeln nicht mehr funktionierten. Die Situation der Autoindustrie sei dramatisch.Volkswagen steckt in einer Krise. Der Konzern wird in den kommenden Jahren ein breit angelegtes Sparpaket umsetzen und zusätzlich rund 50.000 Arbeitsplätze streichen.
    Wie die "Financial Times" berichtet, hat die ​Europäische Union China zur freiwilligen Begrenzung der Exporte von Hybridfahrzeugen ‌aufgefordert. Dies solle dazu beitragen, ⁠einen Handelsstreit abzuwenden, berichtet das Blatt.
    Diese Nachricht wurde am 17.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.