Unterstützung von Familien
Klingbeil und Bas wollen Antragspflicht für Kindergeld abschaffen

Bundesfinanzminister Klingbeil und Sozialministerin Bas wollen die Antragspflicht beim Kindergeld abschaffen. Dies sieht ein Gesetzentwurf vor, für den das Finanzministerium die regierungsinterne Ressortabstimmung einleitete. Ziel ist es demnach, Familien von Bürokratie zu entlasten.

    Ein Antrag auf Kindergeld
    Die Antragspflicht auf Kindergeld soll entfallen. (picture alliance / Zoonar / stockfotos-mg)
    "Dann können Eltern nach der Geburt voll und ganz für ihr Baby da sein, statt sich mit unnötigem Papierkram herumzuschlagen", sagte Klingbeil in Berlin. Erwartet wird, dass jährlich ⁠rund 300.000 ⁠Erstanträge wegfallen. In einem ersten Schritt sollen voraussichtlich im März 2027 Eltern profitieren, die bereits mindestens ein älteres Kind haben. Das Geld für das Neugeborene soll dann automatisch an die Person ausgezahlt werden, die auch bisher Kindergeld in der Familie bekommt. Ab November 2027 soll das Verfahren ohne extra Antrag dann auch für Eltern funktionieren, die ihr erstes Kind bekommen. 
    Bisher müssen Eltern ⁠Kindergeld bei der Familienkasse beantragen - online oder mit Papierformular. Im ⁠vergangenen Jahr wurden für rund 17,6 Millionen ⁠Kinder 55,3 Milliarden Euro ausgezahlt. ‌
    Diese Nachricht wurde am 19.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.