Rentendebatte
Klingbeil unterstützt DGB-Forderung nach verpflichtender Betriebsrente

Bundesfinanzminister Klingbeil unterstützt den Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Betriebsrenten zur Pflicht zu machen. Der SPD-Vorsitzende sagte im ARD-Fernsehen, dies könne dazu beitragen, das Rentensystem zu stabilisieren.

    Auf einer Pressekonferenz macht Lars Klingbeil mit der rechten Hand eine beschwichtigende Geste.
    Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (picture alliance / ABBfoto)
    Klingbeil sprach sich zudem dafür aus, dass Menschen selbst stärker in die eigene Altersvorsorge investieren sollten. Weiterhin aber müsse die gesetzliche Rente Grundlage für alles sein. Auch der Arbeitnehmerflügel der Union unterstützt den DGB-Vorschlag für verpflichtende Betriebsrenten. CDA-Chef Radtke sprach von einem richtigen Schritt. Die Bundesvorsitzende der Mittelstandsunion, Connemann, indes warnte vor neuen Belastungen für die Betriebe. Der DGB will Ende des Monats die Details zur Umsetzung seines Vorstoßes präsentieren.
    Die Altersvorsorge basiert in Deutschland auf drei Säulen: Neben der gesetzlichen Rentenversicherung beziehungsweise der Beamtenversorgung sind das Betriebsrenten und private Investitionen, etwa in Form von ETF-Sparplänen oder anderen börsengehandelten Lösungen.
    Diese Nachricht wurde am 09.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.