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Südamerika
Knappes Ergebnis bei Stichwahl um Präsidentenamt in Argentinien erwartet

In Argentinien findet heute die Stichwahl um das Präsidentenamt statt.

    Wahlplakate hängen an einer Wand.
    Meinungsforschungsinstitute erwarten einen knappen Ausgang der Stichwahl in Argentinien. (Natacha Pisarenko / AP / dpa / Natacha Pisarenko)
    Es treten der amtierende Wirtschaftsminister Massa von den regierenden Peronisten und der libertäre Rechtspopulist Milei an. Meinungsforschungsinstitute gingen zuletzt von einen knappen Ausgang aus. Massa stellte Steuererleichterungen und umfangreiche Sozialprogramme in Aussicht. Milei, der sich selbst als "Anarcho-Kapitalist" bezeichnet, versprach radikale Änderungen, darunter die Einführung des US-Dollars als gesetzliches Zahlungsmittel, die Abschaffung der Zentralbank und die Kürzung vieler Sozialausgaben. Die zweitgrößte Volkswirtschaft Südamerikas durchlebt derzeit die schwerste Krise seit 20 Jahren. Die Inflationsrate ist auf 140 Prozent geklettert, 40 Prozent der Menschen leben in Armut.
    Zudem verliert die Landeswährung Peso gegenüber dem US-Dollar immer weiter an Wert, während der Schuldenberg stetig wächst. Daneben enthält eine große Schattenwirtschaft dem Staat viele Steuereinnahmen vor.

    Aus dem Dlf-Programm

    Argentinien: Stichwahl inmitten der Krise
    Hintergrund: Mit Anarcho-Kapitalist Milei aus der Krise?
    Diese Nachricht wurde am 19.11.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.