Rentenreform
Koalition diskutiert über abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte

Die Koalition diskutiert über eine abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte. Die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fordern, auf die Abschaffung der so genannten Rente mit 63 zu verzichten. SPD-Generalsekretär Klüssendorf begrüßte den Vorstoß. Unionsfraktionschef Frei beharrt dagegen auf die Umsetzung.

    Ein älterer Herr arbeitet in einem mittelständischen Unternehmen für Maschinenbauteile.
    Union und SPD diskutieren über sogenannte Rente mit 63. (imago / Andreas Prost)
    Klüssendorf sagte im Deutschlandfunk, wenn die CDU-Ministerpräsidenten das einforderten, sei die SPD natürlich gesprächsbereit. Der Punkt sei für die Sozialdemokraten von vornherein sehr schmerzhaft gewesen.
    Der CDU-Politiker Frei bezeichnete die Vorschläge der Rentenkommission dagegen als "vollkommen richtig" und „wirklich klug“. Er sagte der Bild-Zeitung, die Koalition habe sich darauf verständigt, die Reformen als ganzes umzusetzen. Dazu stehe er auch persönlich. Die neue CDU-Generalsekretärin Hoppermann sagte der Deutschen Presse-Agentur, wer einzelne Punkte aus Gesamtpaket herauslöse, gefährde die Tragfähikeit des Kompromisses.
    Die CSU rief ihre Schwesterpartei CDU zur Koalitionsdisziplin auf. Wenn die Chance einer Rentenreform verpasst werde, hinterließen Union und SPD der jungen Generation leere Sozialkassen und enorme Verpflichtungen, sagte Landesgruppenchef Hoffmann der "Augsburger Allgemeinen".
    Diese Nachricht wurde am 01.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.