Freitag, 14.05.2021
 
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Nächste Sendung: 16.05.2021 21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche
Volkslieder oder Kunstmusik?
Der Arnold Schönberg Chor beim Janáček Brno Festival

Arnold Schönberg
Drei Volksliedsätze

Arvo Pärt
Nunc Dimittis
Virgencita

Josef Suk
Deset zpìvù (Zehn Gesänge) für dreistimmigen Frauenchor und Klavier zu 4 Händen, op. 15

Johann Nepomuk David
Auszüge aus „Zehn Volksliedsätze"

Johannes Brahms
Liebeslieder-Walzer, op. 52a

Arnold Schönberg Chor
Leitung: Erwin Ortner
Christoph Traxler, Klavier
Darya Volkova, Klavier
Aufnahme vom 30.09.2020 im Mozartsaal des Theater Reduta beim Janáček Brno Festival

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

Die Komponisten in diesem Programm kommen aus unterschiedlichen Ländern und Epochen, und doch eint ihre hier aufgeführten Werke eines: der Blick für das Volksliedhafte. Sogar Arnold Schönberg, mit dem das Konzert beginnt. Meist steht er ja für die Loslösung von der Dur-Moll-Tonalität, in seinen „Drei Volksliedsätzen“ von 1948 ist davon aber wenig zu hören. Das hat seinen Grund, sah Schönberg die Durchmischung von Kunst- und Volksmusik doch durchaus kritisch. In diesen Werken greift er auf alte Stücke aus dem 15. und 16. Jahrhundert zurück. Sein Kollege Johann Nepomuk David stand in seiner Jugend der Zweiten Wiener Schule um Schönberg, Berg und Webern ästhetisch nahe. Später wurde er immer mehr zum Traditionalisten und schrieb auch Chorkompositionen, wie 1949 die „Zehn Volksliedsätze”. Der Arnold Schönberg Chor aus Wien führte am 30. September 2020 beim Janáček Brno Festival außerdem Werke von Josef Suk und Johannes Brahms auf, die beide auf Texten aus dem jeweiligen Volksliedgut ihrer Heimatländer basieren. Zwei Werke von Arvo Pärt geben dem Konzert noch einen modernen Anstrich. Die Stücke schrieb der Este 1989 und 2012.
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