
Hintergrund ist, dass es nach den jüngsten Wahlen in dem Balkanstaat keine Einigung gibt, wie wichtige politische Posten besetzt werden sollen. Wie die Nachrichtenagentur AFP schreibt, führte Kurti bereits seit mehreren Tagen Verhandlungen mit den Oppositionsparteien über die Ernennung eines neuen Präsidenten. Hierfür ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. Kurti habe versucht, eine entscheidende Abstimmung hinauszuzögern, da die Gespräche seiner linksgerichteten Partei "Vetëvendosje!" mit den anderen politischen Kräften stockten. Wie mehrere Medien berichten, ist zudem noch unklar, wie das Amt des Parlamentspräsidenten besetzt werden soll.
Sollte es keine Einigung geben, könnte es im Kosovo zu den vierten Wahlen innerhalb von rund zwei Jahren kommen.
Diese Nachricht wurde am 09.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
