
Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter sagte dem Portal The Pioneer, Freiwilligkeit sei schön in Friedenszeiten, sie reiche aber nicht aus, um die notwendige Fähigkeit zur Abschreckung aufzubauen. Kiesewetter plädierte für die stufenweise Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsdienstes oder alternativ eine Wehrpflicht inklusive Ersatzdienst. Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands, Wüstner, meinte, sowohl bei der Bundeswehr als auch in großen Teilen der Wissenschaft sei man überzeugt, dass es mit Freiwilligkeit allein nicht gelingen werde, den notwendigen Aufwuchs auf mindestens 260.000 Kräfte hinzubekommen. Verteidigungsminister Pistorius verteidigte das Modell gegen Kritik. Er sei sehr zuversichtlich, dass es attraktiv genug sei und sich viele freiwillig melden, sagte der SPD-Politiker im ARD-Fernsehen. Im anderen Fall würde der in das Gesetz eingebaute Mechanismus greifen, der einen Beschluss der teilweisen oder ganzen Einsetzung der Wehrpflicht ermöglicht.
Die vom Kabinett beschlossenen Pläne setzen auf einen Wehrdienst, der zunächst auf Freiwilligkeit beruht.
Diese Nachricht wurde am 28.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.