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Leipzig
Kritik am Vorgehen der Polizei

Nach der Gewalt zwischen linken Demonstranten und Polizisten will die Partei Die Linke im sächsischen Landtag das Vorgehen der Beamten thematisieren. Ihre Fraktion werde morgen eine Sondersitzung des Innenausschusses beantragen, teilte die Abgeordnete Köditz mit. Sie verwies unter anderem darauf, dass Demonstrationsteilnehmer stundenlang von der Polizei eingekesselt worden waren. Kritik übte auch der sächsische SPD-Politiker Pallas.

04.06.2023
    Bei Protesten gegen das Urteil im Prozess gegen Lina E. in Leipzig hat die Polizei in Leipzig nach Räumung eines Platzes Demonstranten eingekesselt.
    Bei Protesten gegen das Urteil im Prozess gegen Lina E. in Leipzig hat die Polizei in Leipzig nach Räumung eines Platzes Demonstranten eingekesselt. (dpa / Robert Michael)
    Das Vorgehen der Polizei habe zur Eskalation beigetragen. Die Gewalt einiger Demonstranten sei zwar inakzeptabel. Rund 1.500 Menschen hätten aber friedlich ihr Demonstrationsrecht wahrgenommen, erklärte er. Die Stadt Leipzig verbot eine für den Abend angemeldete erneute Kundgebung. Die linke Szene will gegen Polizeigewalt protestieren.
    Bei den linksextremistischen Ausschreitungen am Wochenende wurden nach neuesten Angaben rund 50 Polizisten verletzt. Auch auf Seiten der Demonstranten gab es demnach Verletzte, ihre Zahl konnte die Polizei aber nicht angeben. Bundesinnenministerin Faeser erklärte, die sinnlose Gewalt von Chaoten und Randalierern sei durch nichts zu rechtfertigen. Wer Steine, Flaschen und Brandsätze auf Polizisten werfe, müsse konsequent zur Rechenschaft gezogen werden, betonte die SPD-Politikerin.
    Diese Nachricht wurde am 04.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.