
Aus Sicht des Verbraucherschutzes seien Krypto-Investments zumindest derzeit äußerst kritisch zu beurteilen, sagte der Professor für Betriebswirtschaftslehre von der Hochschule Ludwigshafen dem Deutschlandfunk. Die Menschheit sollte unbedingt weiter an Kryptowährungen und der dahinterstehenden Technologie arbeiten und forschen. Aber Menschen sollten nicht in diese fragile und noch in den Kinderschuhen steckende Sub-Anlageklasse investieren, betonte der Verhaltensökonom.
Die Krypto-Handelsplattform der Gruppe Börse Stuttgart hatte heute ihr Symbol, ein Bison, auf Augenhöhe mit den berühmten Tierplastiken Bulle und Bär auf dem Frankfurter Börsenplatz platziert. Die Installation solle symbolisieren, dass Krypto einen eigenständige, volatile, aber langfristig relevante Anlageklasse und ein fester Bestandteil des modernen Kapitalmarkts sei, teilte das Unternehmen mit.
"Auch der 'Shooting-Star' Bitcoin kann in die Wert- und Bedeutungslosigkeit fallen"
Bulle und Bär stehen traditionell für das Auf und Ab an den Börsen. Der Bulle, der mit seinen Hörnern nach oben stößt, steht für den Kursaufschwung. Der Bär, der mit seiner Tatze nach unten schlägt, steht für den Abschwung.
Walz führte aus, dass die Krypto-Handelsplattform entsprechende Thesen vertritt, sei naheliegend und verständlich. Ob die formulierte These jedoch richtig oder falsch sei, könne heute niemand abschließend bewerten. Selbst der Bitcoin könne noch in die Wert- und Bedeutungslosigkeit fallen, erklärte der Wissenschaftler und verwies auf mögliche verbesserte Krypto-Generationen in der Zukunft - vielleicht sogar mit Unterstützung von Zentralbanken.
"Circa 26 Jahre Kryptos stehen hier gegen rund 6.000 Jahre Gold"
Die Erzählung der Bison-These sollte jedenfalls nicht zu der Schlussfolgerung führen, empfahl Walz, dass Anleger heute in irgendwelche Kryptos investieren. Kurzfristige Kursgewinne hätten keinerlei prognostische Relevanz. Außerdem gelte, je länger etwas funktioniere, desto höher sei die Überlebenswahrscheinlichkeit für die Zukunft. Circa 26 Jahre Kryptos stünden hier gegen rund 6.000 Jahre Gold.
Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
