SPD
Lauterbach hält Personaldiskussionen in der Partei für falsch

Der SPD-Bundestagabgeordnete Lauterbach hat einen Sonderparteitag zur Wahl einer neuen Parteispitze abgelehnt. Lauterbach sagte im Deutschlandfunk, das sei die falsche Forderung zur falschen Zeit. Die SPD müsse sich auf die kommenden Landtagswahlen, auf politische Inhalte und auf nötige Reformen konzentrieren.

    Ein Porträt von Karl Lauterbach (SPD)
    Der SPD-Politiker Karl Lauterbach will keinen Sonderparteitag (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Bei den Wahlen sei noch einiges drin. Personaldiskussionen hält der ehemalige Gesundheitsminister für nicht vermittelbar; wenn sich Parteien mit sich selbst beschäftigten, seien viele Bürger zu Recht genervt, sagte Lauterbach im Deutschlandfunk .

    Forderung von Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt

    Die Forderung nach einer neuen Parteispitze kommt von der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD. Die Gruppe kritisiert die beiden Parteivorsitzenden Bas und Klingbeil unter anderem dafür, dass sie auch noch ein Regierungsamt innehaben. Zudem gebe es in der Bevölkerung eine massive Irritation hinsichtlich der Sozialdemokratie. Die Menschen sähen die SPD nicht mehr als politische Option.

    "Ihr müsst das Land gerechter machen"

    Lauterbach sagte, in der Bevölkerung gebe es das Gefühl, es gehe nicht gerecht zu. Er sprach von der Erwartung der Bürger an die Partei "Ihr müsst das Land gerechter machen, sonst brauchen wir euch nicht in der Regierung." Gleichzeitig müsse die Wirtschaft mobilisiert werden. "Mit dem Abbau von ein paar Sozialleistungen bringen wir die Wirtschaft nicht voran", betonte der SPD-Politiker. Da seien kluge Entscheidungen gefragt.
    Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.