Nach Macron-Äußerung
Lettland und Litauen nicht grundsätzlich gegen Bodentruppen in der Ukraine

Nach Litauen hat auch Lettland einen Einsatz eigener Bodentruppen in der von Russland angegriffenen Ukraine nicht ausgeschlossen.

28.02.2024
    Ukrainische Kampfmittelräumer in der Nähe von Kiew, Archivfoto
    Ukrainische Kampfmittelräumer in der Nähe von Kiew (Archivfoto). (picture alliance / NurPhoto / Maxym Marusenko)
    Ein Sprecher des Außenministeriums in Riga teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, sollte es eine Einigung der NATO-Verbündeten geben, würde Lettland eine Teilnahme in Betracht ziehen. Der litauische Verteidigungsminister Anusauskas hatte erklärt, sein Land lehne einen solchen Einsatz nicht grundsätzlich ab, sofern sich westliche Soldaten nicht an Kampfhandlungen beteiligten.
    Der französische Präsident Macron hatte gesagt, es gebe zwar keinen Konsens darüber, Bodentruppen zu entsenden. Aber in der Dynamik dürfe nichts ausgeschlossen werden. Sein Außenminister Séjourné nannte als Beispiel die Räumung von Minen. Dies würde eine Präsenz auf ukrainischem Territorium erforderlich machen, ohne die Schwelle zur Kriegsbeteiligung zu überschreiten.

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    Diese Nachricht wurde am 28.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.