Nach Wahlsieg in Berlin
Linke will diese Woche mit Grünen und SPD sprechen - Kritik am Umgang mit Antisemitismusvorwürfen

Die Linkspartei in Berlin will in dieser Woche erste Gespräche mit Grünen und SPD über eine mögliche Zusammenarbeit führen. Wie der Landesverband mitteilte, sollen die Vorgespräche der Vorbereitung von Sondierungen dienen. Derweil wies die Linke Antisemitismusvorwürfe zurück

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    Nach dem Wahlsieg in Berlin will die Linke mit den Grünen und der SPD sprechen. (picture alliance/dpa)
    Über die Aufnahme von Sondierungsgesprächen soll auf einem Parteitag am Freitag abgestimmt werden. Die Landesvorsitzenden der Berliner Linken, Wolter und Maximilian, äußerten sich hierzu zuversichtlich.
    Die Linke hatte am Sonntag die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus gewonnen. Ihre Pläne zur Enteignung großer Wohnungsunternehmen und ihr Umgang mit Antisemitismusvorwürfen stoßen bei anderen Parteien aber auf Kritik. Der Berliner Grünen-Europaabgeordnete Lagodinsky forderte die Linke auf, Mitglieder mit antisemitischen Positionen auszuschließen. Kritik gibt es auch von Israels Botschafter Prosor. Er sagte, er sehe nach dem Wahlsieg der Partei in Berlin eine unmittelbare Existenzgefahr für die jüdische Gemeinschaft in der Hauptstadt. Auch die deutsch-israelische Gesellschaft Berlin-Brandenburg warnte vor einer von der Partei geführten Landesregierung.

    Linken-Landeschefin wehrt sich gegen Vorwürfe

    Die Landeschefin der Linken, Wolter, wehrte sich gegen die Anschuldigungen. Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur, Prosors Vorwurf eines - Zitat - "völlig enthemmten" und "systematischen" Israel- und Judenhasses in ihrer Partei weise sie in aller Deutlichkeit zurück. Das Existenzrecht Israels und der Schutz jüdischen Lebens seien klare Beschlusslage der Linken. Jegliche Kritik an der israelischen Regierungspolitik pauschal als Antisemitismus zu diffamieren, sei jedoch unlauter, fügte Wolter hinzu.
    Diese Nachricht wurde am 22.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.