Mittwoch, 10. August 2022

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Ludwigsburger Schlossfestspiele 2017
Wasserspiele und Bootsfahrten

Komponisten und Musikverleger der Barockzeit liebten programmatische Werke. Besonders Naturgeräusche wurden gerne lautmalerisch nachgeahmt. Die Reise der Akademie für Alte Musik Berlin "auf dem Wasser" führt die Zuhörer nach Versailles, Hamburg und London.

Am Mikrofon: Rainer Baumgärtner | 02.10.2017

    Die Akademie für Alte Musik, Musiker mit Instrumenten
    Die Akademie für Alte Musik (Uwe Arens/Akademie für Alte Musik Berlin)
    Wasser ist das Bindeglied zwischen den Kompositionen von Händel und Telemann, die im Abstand von wenigen Jahren zueinander entstanden sind. Es sind Gelegenheitswerke, wobei Händel seine "Water Musick" für die königlichen Bootsfahrten auf der Themse und Telemann seine Wassermusik "Ebbe und Flut" für die "Centenarfeier" der Hamburger Admiralität komponierte.
    Telemann nimmt Bezug auf Szenen und Götter aus der antiken Mythologie, Händels "Wassermusik" hat sich in verschiedenen Suiten erhalten und vereint französische, englische und italienische Elemente zu einer königlichen Festmusik. Delalande wiederum hatte zuvor mit "Les Fontaines de Versailles" ein Ballett für den "Sonnenkönig" geschaffen, in dem mythische Anspielungen auf die Brunnen des Residenzschlosses im Mittelpunkt standen.
    Marin Marais
    Tempête aus der Oper "Alcione"
    Michel-Richard Delalande
    Divertissement "Les Fontaines de Versailles" (Ausschnitt)
    Georg Philipp Telemann
    Suite D-Dur TWV 55:C3 "Hamburger Ebb' und Flut"
    Georg Friedrich Händel
    Water Music HWV 348 - 350 (Ausschnitt)
    Akademie für Alte Musik Berlin
    Leitung: Georg Kallweit
    Aufnahme vom 10.6.2017 aus dem Ordenssaal, Residenzschloss Ludwigsburg