
Wie unter anderem die BBC berichtet, wurden die meisten Infektionen aus dem Bezirk Enfield im Nordosten Londons gemeldet. Betroffen seien vor allem ungeimpfte Kinder unter zehn Jahren. Einige seien im Krankenhaus behandelt worden. Zudem gebe es Dutzende Verdachtsfälle.
Die Behörden riefen Eltern auf, den Impfstatus ihrer Kinder zu überprüfen und gegebenenfalls Impfungen nachzuholen. Weiter hieß es, nicht-geimpfte Kinder könnten unter Umständen vom Unterricht ausgeschlossen werden.
Der Londoner Bezirk Enfield hat laut britischem Gesundheitsministerium eine der niedrigsten Masern-Impfquoten in Großbritannien. Sie liegt bei knapp 65 Prozent für die zweite Dosis. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt eine Quote von 95 Prozent, um die Ausbreitung des hochansteckenden Virus dauerhaft einzudämmen. Eine infizierte Person steckt im Durchschnitt 18 ungeimpfte Menschen an.
Masernfälle in Europa zuletzt gesunken
Die Zahl der gemeldeten Masern-Erkrankungen war in Europa im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Nach Angaben der WHO wurden knapp 34.000 Fälle gemeldet, 75 Prozent weniger als im 2024. Sie führt den Rückgang unter anderem auf verstärkte Bekämpfungsmaßnahmen zurück. Zugleich seien die Zahlen 2024 außergewöhnlich hoch gewesen.
Masern können schwere Folgen haben, etwa Entzündungen des Gehirns mit Schädigung von Nervenzellen. Die Krankheit kann auch tödlich enden. Zuletzt wurden aus den USA mehrere Ausbrüche gemeldet.
Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
