Drohnen am Leipziger Flughafen
Medienbericht: Videoaufnahmen zeigen offenbar gezielte Attacke auf ukrainische Maschine

Auf dem Flughafen von Leipzig/Halle hat die mit Sprengstoff beladene Drohne neueren Erkenntnissen zufolge offenbar gezielt eine parkende Frachtmaschine der Ukraine attackiert. Wie "Die Zeit" unter Berufung auf Videoaufnahmen berichtet, flog ein Objekt am Dienstagabend bereits vier Stunden vor dem Drohnenfund direkt auf die Maschine zu und schlug auf einer der Tragflächen ein.

    Ukrainische Antonov parken auf dem Flughafen Leipzig/Halle.
    Nach Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle (picture alliance/dpa/Hendrik Schmidt)
    Spuren an einem Flügel der Antonow bestätigten diesen mutmaßlichen Ablauf, heißt es in dem Zeit-Bericht. Warum der Sprengsatz nicht explodierte, sei bislang unklar. Laut Bild-Zeitung gehen Ermittler dem konkreten Verdacht einer zweiten Drohne nach. Diese könnte demnach Kontakt zur Spreng-Drohne gehalten und Bilder übertragen haben.
    Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Günther, sprach sich für einen Einsatz der Bundeswehr zur Sicherung von deutschen Flughäfen gegen Drohnen aus. Der CDU-Politiker sagte im Deutschlandfunk, es vereinfachte die Abwehr von Drohnen, wenn die Bundeswehr mehr Zuständigkeiten bekäme. Bundesverkehrsminister Bilger, ebenfalls CDU, kündigte derweil eine rasche Verbesserung der Vorkehrungen zur Entdeckung und Abwehr von Drohnen an. Die Flugsicherung sei zuständig für den Luftraum rund um die Flughäfen.
    Diese Nachricht wurde am 10.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.