Mittwoch, 10. August 2022

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Medienquartett: Auch wer schweigt, kommuniziert

Der Hauskredit von Christian Wulff, das Feuer auf der Ölplattform im Golf von Mexiko, Datendiebstahl bei Sony, das Victoryzeichen von Josef Ackermann – Beispiele für falsche Kommunikation in Krisenzeiten gibt es unzählige. Die Folge: Rücktritte, Imageverlust, Umsatzeinbußen. Wenn es brennt, hilft es selten, das Feuer zu verschweigen. Vor allem dann nicht, wenn schon Dutzende vor dem brennenden Haus stehen.

Moderation: Christian Floto, Deutschlandfunk | 30.03.2012

    Doch wie funktioniert gute Krisenkommunikation eigentlich? Nach den Rücktritten von Verteidigungsminister zu Guttenberg und Bundespräsident Wulff scheint zumindest klar zu sein, dass häppchenweise ausgeteilte Informationen die Medienmeute erst recht auf die Fährte locken. Wer rückhaltlose Aufklärung verspricht, wird an seinen eigenen Worten gemessen.

    Doch ist es wirklich sinnvoll, alle Karten auf den Tisch zu legen? Und sind Medien in ihrer Jagd nach dem nächsten Scoop überhaupt zufriedenzustellen? Wie behalten Manager, Politiker und Funktionäre in der Krise das Heft des Handelns in der Hand?

    Über die Öffentlichkeitsarbeit in Krisenzeiten diskutieren im Medienquartett:

    - Hans Janke, ehem. stellv. Programmdirektor ZDF
    - Klaus-Peter Johanssen, Kommunikationsberater, ehem. Direktor Unternehmenskommunikation Deutsche Shell AG
    - Dirk Popp, Agenturchef Ketchum Pleon
    - Dr. Hajo Schumacher, Journalist, Moderator