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Bundesweite Proteste gegen Rechtsextremismus
Mehr als hunderttausend Teilnehmer in Berlin und München

In ganz Deutschland haben auch heute wieder hunderttausende Menschen gegen Rechtsextremismus und für die Verteidigung der Demokratie demonstriert.

    Demonstranten nehmen an einer Protestveranstaltung unter dem Motto "Demokratie verteidigen" vor dem Reichstagsgebäude teil, im Hintergrund das Bundeskanzleramt.
    In Berlin nahmen über 100.000 Menschen an einer Protestveranstaltung gegen Rechtsextremismus teil. (Carsten Koall / dpa / Carsten Koall)
    Allein in Berlin versammelten sich nach vorläufigen Polizeiangaben etwa 100.000 Menschen vor dem Reichstagsgebäude und in der Umgebung. Auch in München ging die Polizei von über 100.000 Demonstrierenden aus, die Veranstalter sogar von bis zu 250.000. Die Kundgebung am Siegestor wurde wegen des großen Andrangs aus Sicherheitsgründen vorzeitig beendet.
    Weitere Kundgebungen mit jeweils zehntausenden Teilnehmern fanden in Köln, Bremen, Dresden, Leipzig und Chemnitz statt. Auch in anderen Städten wurde demonstriert.
    Schon in den vergangenen Tagen hatte es bundesweit Proteste gegeben. Anlass ist das kürzlich aufgedeckte Treffen von Rechtsextremen in Potsdam mit hochrangigen AfD-Funktionären und Vertretern der Werteunion. Dort wurden Pläne für eine massenhafte Vertreibung von Menschen mit Migrationshintergrund besprochen.
    Diese Nachricht wurde am 21.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.