Depressionen
Mehr graue Zellen durch Psychotherapie

Psychotherapie ruft Veränderungen im Gehirn hervor. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universitäten Halle-Wittenberg und Münster.

    Zwei Personen sitzen zusammen und unterhalten sich, während eine der beiden sich Notizen macht
    Symbolbild zum Thema Psychotherapie (picture alliance / Westend61 | Elisatim)
    Dazu hatten die Forschenden haben die Gehirne von 30 Patientinnen und Patienten mit einer akuten Depression untersucht. Konkret ging es um Veränderungen jeweils vor und nach einer Einheit von 20 Sitzungen einer Verhaltenstherapie, einer Unterdisziplin der Psychotherapie. Knapp zwei Drittel der Patienten ging es anschließend deutlich besser.
    MRT-Aufnahmen zeigten auch anatomische Veränderungen. Der Untersuchung zufolge nahm das Volumen grauer Hirnmasse an bestimmten Stellen deutlich zu. Die Forschenden sehen hier einen klaren Zusammenhang mit den Symptomen: Bei Personen, die einen größeren Zuwachs an grauer Hirnmasse hatten, gingen auch Gefühlsstörungen stärker zurück.
    Die Forschenden gelangten zu der Auffassung, dass solche Effekte jetzt zum ersten Mal im Zusammenhang mit Verhaltenstherapie klar nachgewiesen worden sind. Veränderungen des Gehirns waren vorher schon in Studien zu Medikamenten beobachtet worden.
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.