Artenschutz
Mehr Hilfe für wandernde Süßwasserfische gefordert

Wandernde Süßwasserfische brauchen nach Ansicht von Forschende des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei dringend mehr Schutz. Demnach leiden Störe oder Welse zum Beispiel unter Deichen, Wehren und Staudämmen, die ihnen in Flüssen den Weg versperren.

    Ein großer Wels schwimmt durch grünliches Wasser. Der Wels hat vorne am Kopf Barteln, das sind lange Tast-Organe, die aussehen wie Fühler.
    Ein Europäischer Wels (imago images / blickwinkel / A. Hartl via www.imago-images.de)
    Die Forschenden haben zusammen mit Kollegen aus China und den USA Daten zu wandernden Süßwasserfischen zusammengetragen. Sie empfehlen unter anderem, dass Länder an langen Flüssen beim Schutz der Arten besser zusammenarbeiten, etwa am Mekong in Asien oder am Okavango-Flusssystem in Afrika. Außerdem empfehlen sie, alle gefährdeten Fischarten unter den Schutz der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten zu stellen. Im März verhandeln Vertreter aus mehr als 130 Ländern in Brasilien über Änderungen. Weltweit gelten inzwischen knapp 90 Arten als gefährdet.
    Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.