Freihandel mit Südamerika
Mercosur-Handelsabkommen auf der Zielgeraden?

Zwei Tage vor der EU-Abstimmung über den Mercosur-Freihandelsvertrag ist Italien von seinem Widerstand gegen die Vereinbarung abgerückt.

    Das Logo des Mercosur ist an einer Wand hinter Flaggen der Mercosur-Mietglieder am Rande des Gipfels des Wirtschaftsbündnisses zu sehen
    Das Logo des Mercosur ist an einer Wand hinter Flaggen der Mercosur-Mietglieder am Rande des Gipfels des Wirtschaftsbündnisses zu sehen (picture alliance/dpa | Santiago Mazzarovich)
    Der italienische Außenminister Tajani lobte die "enormen Vorteile" des Abkommens und Landwirtschaftsminister Lollobrigida erklärte sein Land werde "selbstverständlich" die Unterzeichnung bewilligen. Beide betonten zugleich die von Rom gestellten Bedingungen dafür, vor allem den Schutz ihrer Landwirte vor der Konkurrenz aus Südamerika.
    Neben Italien hatten auch Polen, Ungarn und Frankreich immer wieder solche Bedenken gegen das Mercosur-Abkommen angemeldet. Zusammen haben diese vier Länder eine Sperrminorität im Rat der 27 EU-Staaten und könnten die Verabschiedung am Freitag verhindern.
    Die EU-Kommission und eine Großzahl der EU-Länder, allen voran Deutschland, wollen das Mercosur-Abkommen nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen noch in diesem Monat zum Abschluss bringen. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen will am Montag zur Unterzeichnung nach Paraguay reisen.
    Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.