
In ihrer Abschlusserklärung vereinbarte die Industriestaaten-Gruppe, die Widerstandsfähigkeit der globalen Wirtschaft zu stärken. Dauerhafte Marktverzerrungen, Überkapazitäten und Ungleichgewichte müssten bekämpft werden. Dazu brauche man zuverlässige Lieferketten; zudem gelte es, Schwellen- und Entwicklungsländer einzubeziehen, um zu einer harmonischen Wirtschaftsentwicklung auf globaler Ebene zu gelangen.
Abhängigkeit von Seltenen Erden verringern
Einig waren sich die Gipfelteilnehmer auch darin, die Abhängigkeit von Ländern wie China zu verringern, die wichtige Exporteure Seltener Erden sind. Dies soll durch Obergrenzen für die Einfuhr dieser Rohstoffe erreicht werden. Bis 2030 soll diese Obergrenze auf unter 60 Prozent sinken. Anschließend soll auf die Zielmarke von 50 Prozent hingearbeitet werden.
Tech-Unternehmen sollen Privatsphäre besser achten
Ein Appell der G7-Staats- und Regierungschefs erging an die großen Technologieunternehmen: In der Abschlusserklärung heißt es, die Konzerne sollten sichere digitale Plattformen entwickeln, die die Privatsphäre achteten. Kritisiert wurden unter anderem Funktionen, die die Aufmerksamkeit der Nutzer binden und die Bildschirmzeit steigern.
Merz und Macron mit Gipfel zufrieden
Bundeskanzler Merz und der französische Präsident Macron zeigten sich mit diesen und den am Vortag erzielten Beschlüssen zufrieden. Merz lobte ausdrücklich die Zusammenarbeit mit US-Präsident Trump - trotz der Meinungsverschiedenheiten über den Iran-Krieg. Man habe sehr offen über die Themen gesprochen. "Insofern gibt es da überhaupt keine Einschränkungen auch des persönlichen Miteinanders", sagte Merz.
Macron, der Gastgeber des G7-Treffens, sprach von einem erfolgreichen Gipfel. Die in Evian versammelten Staats- und Regierungschefs hätten sich eng abgestimmt, um auf Krisen zu reagieren und an den großen Herausforderungen der Zeit zu arbeiten.
Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
