CSU-Parteitag
Merz ruft Union zu Geschlossenheit auf und warnt vor Extremisten "von ganz links und ganz rechts"

Bundeskanzler Merz hat auf dem CSU-Parteitag in München die Zusammenarbeit in der Union gelobt. Zugleich mahnte er, CDU und CSU müssten künftig noch enger zusammenstehen, um Deutschland vor Extremisten von ganz links und ganz rechts zu bewahren. Zur Debatte über die Nachfolge von Bundespräsident Steinmeier äußerte er sich in seiner Rede zwar nicht, sorgte aber dennoch für Jubel.

    Friedrich Merz, CDU-Vorsitzender und Bundeskanzler, steht beim CSU-Parteitag in der Messehalle auf der Bühne. Im Hintergrund eine Leinwand, auf der die Delegierten zu sehen sind; sie stehen und klatschen.
    Merz beim CSU-Parteitag (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)
    Zu Beginn seiner Rede begrüßte Merz direkt nach Söder auch Bayerns Landtagspräsidentin Aigner namentlich. Viele Delegierte erhoben sich daraufhin von ihren Plätzen und jubelten. CSU-Chef Söder hatte gestern für Aigner als neue Bundespräsidentin geworben. Aus der Schwesterpartei CDU heißt es jedoch, man behalte sich einen möglichen eigenen Kandidaten vor.

    Merz wirbt erneut für Senkung der Stromsteuer für alle

    Die Bundesregierung muss nach Ansicht von Bundeskanzler Merz im kommenden Jahr die Energiekosten in Deutschland für alle Verbraucher senken. Entsprechend äußerte der CDU-Vorsitzende sich in seiner Rede. Bundesfinanzminister Klingbeil hatte zuletzt erklärt, die erwarteten höheren Steuereinnahmen reichten nicht aus, um eine Steuersenkung zu finanzieren.
    Merz mahnte die SPD zur raschen Umsetzung der Reformen in der Koalition. Er verwies ⁠darauf, ⁠dass die Debatten darüber das ganze Land aufwühlten. Der Kanzler sagte weiter, man sollte stolz auf Deutschland sein können. Deutschland sei nach wie vor ein Land ‌mit außergewöhnlichen Stärken. Er hob die Zusammenarbeit von CDU und CSU hervor. Man müsse zusammenstehen, um das Land vor Extremisten von ganz links und ganz rechts zu bewahren. Zudem warnte er vor Russland als Bedrohung von außen.

    Aus dem Dlf-Programm:

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    Diese Nachricht wurde am 24.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.