Instagram und Facebook
Meta sperrt die Social-Media-Konten hunderttausender australischer Teenager

​Die Facebook- und Instagram-Mutter Meta hat nach eigenen Angaben mehr als 750.000 Nutzerkonten ‌australischer Teenager ⁠gesperrt. Der Konzern komme damit den gesetzlichen Verpflichtungen nach, teilte Meta mit. Australien verbietet Jugendlichen unter 16 Jahren den ⁠Zugang zu ⁠Sozialen Medien und hat im Dezember als erstes Land der Welt ein entsprechendes Gesetz eingeführt.

    Drei Elfjährige benutzen ihre Handys, während sie vor einer Schule in Sydney sitzen. Man sieht die Jungen von hinten.
    Unter-16-Jährige dürfen in Australien keine Social-Media-Accounts haben - für diese drei Elfjährigen sind Konten bei Instagram oder Tiktok somit verboten. (Rick Rycroft / AP / dpa )
    Meta zufolge gehörten die Accounts Nutzerinnen und Nutzern, die nach Einschätzung des Konzerns jünger als 16 Jahre sind - eine solche Überprüfung bleibe aber schwierig. Mithilfe künstlicher Intelligenz analysiere das Unternehmen unter anderem Profile, Beiträge, Kommentare und Bildunterschriften nach Hinweisen auf das Alter eines Users, hieß es. Zudem seien Systeme verbessert worden, die verhindern sollen, dass Betroffene nach einer Sperrung einfach ein neues Konto anlegen.
    Untersuchungen zufolge haben aber zahlreiche junge Australier weiterhin Zugang zu ihren Accounts - weil es ihnen gelingt, die Altersbeschränkung zu umgehen. Die Regierung will die Strafen ​für systematische Verstöße gegen die Altersbeschränkung auf umgerechnet rund 60 Millionen Euro verdoppeln. Am Freitag sollen Meta sowie andere Online-Plattformen wie YouTube, TikTok oder Snapchat Auskunft über ihre ‌Bemühungen ‌zum Jugendschutz geben.
    Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.