Donnerstag, 18. August 2022

Archiv

Nach Einreiseverbot für US-Abgeordnete
Graf Lambsdorff (FDP): Israels Entscheidung nachvollziehbar

Israel hat zwei Abgeordneten der US-Demokraten die Einreise verweigert. Das Land habe jedes Recht, zu entscheiden, "wer sein Territorium betreten darf und wer nicht", sagte der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff im Dlf. Dennoch biete der Vorgang Anlass für Kritik.

Alexander Graf Lambsdorff im Gespräch mit Peter Sawicki | 17.08.2019

Der Abgeordnete Alexander Graf Lambsdorff (FDP) spricht bei der Generaldebatte im Deutschen Bundestag.
Man könne die Einreisebote zwr kritisieren, Israel habe aber das Recht dazu, sagte FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff im Dlf (picture-alliance / dpa / Jörg Carstensen)
Die beiden US-Abgeordneten Ilhan Omar und Rashida Tlaib seien in der Vergangenheit dadurch aufgefallen, dass sie Israel "extrem hart kritisiert" hätten, sagte der Vorsitzende der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag. "Man kann nachvollziehen, dass Israel zwei Abgeordnete, die es für Antisemiten hält, für Befürworter der BDS-Bewegung und für der eigenen Sicherheit abträglich, nicht ins Land lässt", sagte Lambsdorff im Dlf.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu habe offensichtlich auf einen Tweet von US-Präsident Trump reagiert, so Lambsdorff, und wollte ihn innenpolitisch gegen die Demokraten unterstützen. Ob das auf lange Sicht klug sei, daran könne man zweifeln. Denn Israel sei auf eine parteiübergreifende Unterstützung aus den USA angewiesen.