Nach verweigerter Kontrolle
NADA fordert vierjährige Sperre für Sprinter Owen Ansah

Dem deutschen Rekordhalter über 100 Meter, Owen Ansah, droht eine lange Dopingsperre. Wegen einer verweigerten Kontrolle spricht sich die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) dafür aus, den Sprinter für vier Jahre von allen Wettkämpfen auszuschließen.

    Owen Ansah (Hamburger SV, 89, 100m Maenner), GER, Leichtathletik, Athletics, Sparkassen Gala, Regensburg, 06.06.2026, Foto: Eibner-Pressefoto/Stefan Mayer
    Owen Ansah lief im Juni einen neuen deutschen Rekord über 100 Meter. (picture alliance / Eibner-Pressefoto / Stefan Mayer)
    Unmittelbar vor seiner Abreise zum Diamond-League-Meeting in Monaco hatte Ansah am 9. Juli daheim keine Dopingprobe abgegeben, obwohl ihn ein Kontrolleur dazu aufgefordert hatte. Aus Sicht der Nada ist das ein Verstoß gegen den Anti-Doping-Code des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.
    Ansah argumentiert, der Kontrolleur habe außerhalb des von ihm angegebenen Zeitfensters für eine Kontrolle geklingelt. Er habe seinen Flug nach Monaco erwischen wollen und so kurzfristig keine Probe abgeben können, auch weil er kurz zuvor die Toilette besucht habe.

    20-tägige Frist für Owen Ansah

    Ansah hat nun 20 Tage Zeit, entweder den Vorschlag der NADA zu akzeptieren oder die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beim Deutschen Sportschiedsgericht zu verlangen. Sollte er die Strafe akzeptieren, reduziert sich die Dauer der Sperre automatisch auf drei Jahre.

    Ansah kann bei der EM starten

    Der 25-Jährige vom Hamburger SV gehört zum Aufgebot für die Europameisterschaft in Birmingham. Dort stehen am kommenden Dienstag die 100 Meter auf dem Programm. Da die Sperre nicht rechtskräftig ist, darf Ansah dort antreten.
    Diese Nachricht wurde am 07.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.