Kader für WM-Qualifikation
Nagelsmann holt drei Neulinge - und verzichtet auf Sané

Der Fußball-Bundestrainer macht die Tür zur WM auch für junge Spieler auf. Zum Auftakt der Qualifikation holt Julian Nagelsmann ein Neulings-Trio. Das hat auch Konsequenzen für einen früheren Münchner.

    Bundestrainer Julian Nagelsmann neben einem Monitor, auf dem der Kader für den Start in die Qualifikationsrunde zur WM 2026 zu sehen ist.
    Bundestrainer Julian Nagelsmann gibt den Kader für die Qualifikationsrunde zur WM 2026 bekannt. (Arne Dedert / dpa / Arne Dedert)
    Mit den Neulingen Nnamdi Collins, Paul Nebel und Finn Dahmen startet Julian Nagelsmann in die WM-Saison, aber ohne die namhaften Offensivspieler Leroy Sané und Deniz Undav. Der Bundestrainer hat die drei Neulinge in sein 23 Spieler umfassendes Aufgebot für die ersten zwei WM-Qualifikationsspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft berufen. Bereits in der kommenden Woche stehen die ersten beiden Spiele an.
    Zurück in der DFB-Elf sind nach ihren verletzungsbedingten Ausfällen bei der Final-Four-Endrunde der Nations League im Juni Vize-Kapitän Antonio Rüdiger von Real Madrid und der Stuttgarter Angelo Stiller. Wieder berücksichtigt wurden zudem Stillers Teamkollege Jamie Leweling und der Mainzer Nadiem Amiri. 

    Drei Vize-Europameister dabei

    In dem Frankfurter Collins (21) und dem Mainzer Nebel (22) belohnt Nagelsmann neben dem schon in der A-Elf erprobten Stuttgarter Nick Woltemade (23) zwei Spieler der U21, die bei der EM im Sommer erst im Finale den Titelgewinn verpasste. Als dritter Torwart bekam der Augsburger Dahmen (27) den Vorzug vor U21-Schlussmann Noah Atubolu (23) vom SC Freiburg, der vorerst auf Abruf nominiert wurde. 
    Nagelsmann muss in Stammtorwart Marc-André ter Stegen sowie Jamal Musiala, Kai Havertz und Nico Schlotterbeck vier verletzte Startelf-Spieler ersetzen. Neben Woltemade wurde auch Niclas Füllkrug als Stoßstürmer trotz zuletzt durchwachsener Auftritte bei West Ham United nominiert. 
    Keinen Platz hielt Nagelsmann in der Offensive hingegen für Sané nach dessen Wechsel vom FC Bayern zu Galatasaray Istanbul sowie den Stuttgarter Undav frei. Die Münchner Aleksandar Pavlovic (Gesichtsfraktur) und Tom Bischof (Blinddarm) wurden nach ihren Operationen noch nicht wieder berufen. 
    Angeführt wird das Aufgebot von Kapitän Joshua Kimmich. Der Bundestrainer plant mit dem Bayern-Profi wieder auf der Sechser-Position und muss dafür einen anderen rechten Verteidiger finden. Collins ist wie auch BVB-Routinier Pascal Groß ein Kandidat. 

    Zunächst gegen die Slowakei und Nordirland

    Die erste Partie auf dem Weg zur WM-Endrunde steht am 4. September in Bratislava gegen die Slowakei an. Drei Tage später ist Nordirland in Köln der nächste Kontrahent. Komplettiert wird die Gruppe A von Luxemburg. Nur der Gruppensieger löst das direkte WM-Ticket.
    Die Gruppenauslosung findet am 5. Dezember in Washington statt. Die Endrunde mit erstmals 48 Teams richten die USA, Mexiko und Kanada vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 aus.
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.