Samstag, 13. August 2022

Naher Osten
USA planen Bündnis gegen "IS"

Washington arbeitet laut US-Präsident Obama an einem Bündnis arabischer Staaten, um Angriffe auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien vorzubereiten. Auch andere westliche Staaten könnten einbezogen und der Militäreinsatz im Nachbarland Irak ausgedehnt werden.

28.08.2014

    US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus.
    Präsident Barack Obama: USA planen Bündnis gegen Terrormiliz "Islamischer Staat". (SAUL LOEB / AFP)
    Er habe Verteidigungsminister Chuck Hagel aufgefordert, verschiedene Möglichkeiten im Kampf gegen "IS" vorzubereiten, sagte Barack Obama in Washington. Zudem werde Außenminister John Kerry in den Nahen Osten reisen, um dort ein Bündnis gegen die Terrormiliz zu schmieden. Im Kampf gegen die Gruppe komme es auf eine "regionale Strategie" im Irak und in Syrien unter Einbeziehung der Sunniten an, so Obama.
    Der US-Präsident kündigte an, weitere Schritte im Vorgehen gegen "IS" mit dem Kongress zu besprechen. Republikaner und Demokraten fordern, dass der Kongress in dieser Frage befragt wird. Seine Strategie beinhalte einen "militärischen Aspekt", so Obama. Die irakischen Streitkräfte könnten auch von einem "internationalen Bündnis" unterstützt werden, durch Ausbildung wie Ausrüstung.
    Koalition mit Großbritannien und Australien?
    Einem Bericht der arabischen Tageszeitung "Al-Sharq al-Awsat" zufolge könnten zu der Koalition gegen die "IS" Großbritannien, Australien, Jordanien, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate gehören. Auch die Hilfe der Türkei sei erwünscht, da deren Militärstützpunkte für Einsätze im Nachbarland wichtig wären. Bislang fliegen die USA nur im Nordirak Angriffe auf die Extremisten.
    Deutschland hat bereits klargemacht, dass es für solche Einsätze keine Soldaten stellen will. Geplant sind jedoch Waffenlieferungen an die Kurden im Norden des Irak. Auf Wunsch der Opposition soll darüber nächste Woche nun doch der Bundestag abstimmen. Die Entscheidung liegt jedoch weiterhin bei der schwarz-roten Bundesregierung allein. Die ersten sechs deutschen Soldaten zur Verteilung der Militärhilfe sind bereits in der Kurden-Hauptstadt Erbil.
    (bor/has)