
Darunter sind der Gastgeber USA, Mexiko, der Irak, Kapverde, Ecuador, aber auch drei Verbände nicht qualifizierter Länder. Neben San Marino sind das Albanien und die Cook Inseln.
Dem Deutschlandfunk liegen aktuell Beweise für diese acht Verbände vor, die auf der Plattform des Fußballweltverbandes WM-Tickets weiterverkaufen. Vermutungen legen nahe, dass noch mehr Verbände diese Praktik betreiben.
Verstoß gegen Vertragsbedingungen?
Zeugen berichteten dem Deutschlandfunk von bis zu viermal höheren Verkaufspreisen im Vergleich zu den Originalpreisen für Tickets der entsprechenden Kategorie. Die Verbände erhalten diese Tickets häufig sogar fast kostenlos. Auf Deutschlandfunk-Anfragen hat keiner der nationalen Verbände reagiert. Die FIFA teilte mit, dass nationale Fußballverbände über ein spezielles Gruppenprogramm an Tickets für die Spiele kommen können, sich aber an alle Vertragsbedingungen halten müssen.
In den Bedingungen heißt es jedoch, "der Marktplatz steht nicht für den Weiterverkauf von Eintrittskarten für das Turnier zur Verfügung, die von der FIFA unter gesonderten Kauf- oder Nutzungsbedingungen angeboten werden, einschließlich Eintrittskarten aus dem Gruppenverkauf."
Experte vermutet Strategie des FIFA-Präsidenten
Nach Einschätzung des Wirtschaftswissenschaftlers Florian Ederer von der Boston University steht hinter dem teuren Verkauf der Tickets durch Verbände eine Strategie von FIFA-Präsident Infantino: "Wenn man Tickets, die man sehr teuer verkaufen kann, an solche Verbände weitergibt, dann werden diese Verbände eben auch besonders enthusiastisch für den FIFA-Präsidenten stimmen."
Infantino stellt sich im kommenden März zur Wiederwahl.
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Diese Nachricht wurde am 25.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
