Deutschland
Nationaler Bildungsbericht zeigt weiter große Ungleichheit

Die Bildungschancen in Deutschland hängen weiter stark mit der sozialen Herkunft zusammen. Das geht aus dem nationalen Bildungsbericht hervor, der in Berlin vorgestellt wurde. Besonders benachteiligt seien Kinder von Alleinerziehenden oder aus Familien mit Einwanderungsgeschichte.

    Bunte Schulranzen stehen und liegen in einer Grundschule vor einem Klassenzimmer auf dem Flur.
    Der Bildungserfolg hängt immer noch stark von der Herkunft ab (Archivbild). (picture alliance / dpa / Bernd Weißbrod)
    Diese Kinder erhielten seltener eine Gymnasialempfehlung und verließen die Schule deutlich häufiger ohne Abschluss. Weiter heißt es in dem Bericht, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler in Deutschland die Mindeststandards im Lesen und Rechnen verfehlten. Zugleich beklagen die Autoren einen wachsenden Fachkräftemangel an den Schulen.

    Bildungsministerin Prien: Schere tut sich bereits ab Geburt auf

    Der nationale Bildungsbericht erscheint alle zwei Jahre und dient als Handlungsgrundlage für Bund und Länder. Bundesministerin Prien hatte im ARD-Fernsehen gesagt, der neue Bericht zeige deutlicher als vorherige Ausgaben, dass sich die Schere bereits ab der Geburt auftue und sich bis zum sechsten Lebensjahr öffne. Danach schließe sie sich auch nicht mehr. Oft hingen die Bildungschancen von der sozialen Herkunft ab. Die CDU-Politikerin hob erneut hervor, für Verbesserungen sei die frühe Bildung entscheidend. Man müsse sich noch stärker als bisher darauf konzentrieren, was Kinder in den ersten drei Lebensjahren im Elternhaus und danach in der Kita lernen.
    Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.