Newsblog zum Coronavirus+++ Die Entwicklungen vom 14. bis zum 15. Juni 2021 +++

Lesen Sie hier die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie vom Montag, 14. bis zum Dienstag, 15. Juni 2021.

15.06.2021

Viele Menschen laufen meist ohne Masken durch die Fußgängerzone in der Innenstadt von Heidelberg, Baden Württemberg.
Weitreichenden Öffnungen werden gut genutzt (Imago )
Dienstag, 15. Juni
+++ Mallorca nähert sich immer mehr der Normalität. Die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe und Nachtlokale wird ab Samstagabend auf der spanischen Insel und den anderen Balearen Ibiza, Menorca und Formentera von bisher Mitternacht auf zwei Uhr morgens verlegt. Die neuen Regeln wolle man am Freitag offiziell beschließen, sagte der Sprecher der Regionalregierung, Iago Negueruela, in Palma.
+++ Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus wollen die Bundesländer einem Bericht zufolge strengere Einreisevorschriften durchsetzen. In einem Beschlussentwurf für die morgige Gesundheitsministerkonferenz werden insbesondere die Regeln für Einreisen aus sogenannten einfachen Risikogebieten kritisiert, wie das Magazin "Business Insider" berichtet. Wer aus einem einfachen Risikogebiet einreist, kann die häusliche Quarantäne umgehen, indem er sich unmittelbar auf Corona testen lässt und das negative Testergebnis über ein zentrales Portal meldet. Dies führe zu einer lückenhaften Früherkennung möglicher Infektionen, heißt es dem Bericht zufolge in dem Papier.
+++ Auch zehn Jahre nach der Verabschiedung einer UNO-Schutzkonvention müssen Millionen Hausangestellte Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen erdulden. Die Corona-Krise habe die prekäre Lage der Kinder, Frauen und Männer noch verschlimmert, teilte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in Genf mit. Generalsekretär Ryder erklärte, derzeit hätten mehr als ein Drittel der weltweit 76 Millionen Hausangestellten keinerlei Schutz. Betroffen seien besonders Asien und die arabischen Staaten.
Äthiopische Haushaltshilfe im libanesischen Beirut
Äthiopische Haushaltshilfe im libanesischen Beirut (dpa / Grace Kassab)
+++ Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus wollen die Bundesländer einem Bericht zufolge strengere Einreisevorschriften durchsetzen. Kritisiert werden in einem Beschlussentwurf für die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) insbesondere die Regeln für Einreisen aus einfachen Risikogebieten, wie das Magazin "Business Insider" berichtete. Wer aus einem einfachen Risikogebiet einreist, kann die häusliche Quarantäne umgehen, indem er sich unmittelbar auf Corona testen lässt und das negative Testergebnis über ein zentrales Portal meldet. "Die umfassende Freitestmöglichkeit für alle Einreisen aus einfachen Risikogebieten führt zu einer lückenhaften Früherkennung möglicher Infektionen", heißt es dem Bericht zufolge dazu in dem Papier.
+++ Nach der erneuten Absage des Heavy-Metal-Festivals in Wacken ist vom 16. bis 18. September eine kleinere Veranstaltung geplant. Unter dem Titel "Bullhead City" werden unter anderem die Bands "Blind Guardian" und "Doro" erwartet. Man wolle mit der verkleinerten Ausgabe von Wacken einen Lichtblick in einem weiteren Jahr voller Absagen setzen, sagte Festival-Mitbegründer Holger Hübner. Die Kapazität des dreitägigen Festivals in Schleswig-Holstein soll zu einem späteren Zeitpunkt mit den Behörden festgelegt werden.
+++ Die Diskotheken in Sachsen-Anhalt können wieder öffnen. Voraussetzung für den Einlass sei ein negativer Coronatest, teilte die Staatskanzlei in Magdeburg mit. Außerdem müssten die Diskotheken ihre Auslastung auf 60 Prozent begrenzen. Die landesweit stabile Inzidenz im einstelligen Bereich ermögliche diese und weitere Lockerungen. So dürften beispielsweise auch Saunen oder Spielplätze in Hallen unter Auflagen wieder öffnen, hieß es. Die entsprechende Verordnung tritt zum Wochenende in Sachsen-Anhalt in Kraft.
Die Corona-Regeln für vollständig Geimpfte und Genesene wurden gelockert. Was bedeuten die Erleichterungen genau und wie werden sie umgesetzt? Ein Überblick.
+++ Israel hebt wegen der anhaltend niedrigen Zahl von Corona-Neuinfektionen die Maskenpflicht bis auf wenige Ausnahmen auf. Die Bürgerinnen und Bürger müssen künftig auch in geschlossenen Räumen keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen, wie die Regierung mitteilte. Demnach müssen nur noch ungeimpfte Besucher und Mitarbeiter in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen Masken tragen. Auch Personen, die sich auf dem Weg in ihre Quarantäne befinden, sowie Passagiere und Personal in Flugzeugen müssen weiter Masken tragen.
+++ Eine neue Studie konnte keinen Beweis dafür erbringen, dass eine Covid-19-Antikörpertherapie von Astrazeneca Menschen, die Kontakt mit einer infizierten Person hatten, vor der Krankheit schützt. Das Ergebnis ist ein Rückschlag für die Bemühungen von Astrazeneca, Alternativen zu Impfstoffen zu finden. Die Studie untersuchte, ob die Therapie mit zwei Arten von Antikörpern Erwachsene, die in den letzten acht Tagen mit dem Virus in Kontakt gekommen waren, vor der Entwicklung von COVID-19-Symptomen schützen kann.


+++ Die Zahl der Geburten in Deutschland ist im März 2021 so hoch gewesen wie in keinem anderen März seit über 20 Jahren. Insgesamt kamen 65.903 Kinder zur Welt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Mehr als 65.000 Geburten in einem März gab es demnach zuletzt 1998. Im Vergleich zum März 2020 stieg die Zahl der Geburten 2021 um rund zehn Prozent. Laut den Statistikern steht der Anstieg in einem zeitlichen Zusammenhang mit dem Ende des ersten Lockdowns und dem Abflachen der ersten Welle ab Anfang Mai 2020. Während des ersten Lockdowns wurden demnach nicht mehr Kinder gezeugt als sonst.
Nackte Füße eines neugeborenen Babys
Nach dem Ende des Lockdowns wurden viele Babys gezeugt. (picture-alliance / dpa / imageBROKER / uwe umstätter)
+++ Der Oberbürgermeister von Halle, Wiegand, ist vorläufig seines Amtes enthoben worden. Das teilte das Landesverwaltungsamt in Sachsen-Anhalt mit. Mit Verfügung vom 7. Juni dürfe der parteilose Politiker vorläufig keine Aufgaben mehr ausüben, die sich aus seiner Funktion als Hauptverwaltungsbeamter ableiten ließen. Wiegand hatte sich im Januar frühzeitig gegen das Coronavirus impfen lassen. Ihm wird vorgeworfen, für diese und weitere Verstöße gegen die vom Bund erlassene Impfreihenfolge verantwortlich zu sein.
+++ Rechtsextremisten nutzen laut Bundesinnenminister Seehofer die Corona-Proteste für ihre Zwecke. Der CSU-Politiker sagte bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes in Berlin, die Corona-Pandemie habe die von Rechtsextremismus und Antisemitismus ausgehende Gefahr noch verstärkt. Rechtsextremisten hätten sich bemüht, über die Proteste gegen die staatlichen Schutzmaßnahmen Anschluss an das bürgerliche Spektrum zu finden. Sie hätten wiederholt dem Protestgeschehen ihren Stempel aufgedrückt, obwohl sie deutlich in der Minderheit gewesen seien.
Mehr zum Verfassungsschutzbericht finden Sie hier.
+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 652 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche hatte der Wert der Neuansteckungen bei gut 1.200 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI mit bundesweit 15,5 an, nach 16,6 am Vortag. Vor einer Woche betrug die Inzidenz noch 22,9. Weitere 93 Menschen starben.
+++ In der Europäischen Union sind mittlerweile mehr als 300 Millionen Corona-Impfungen verabreicht worden. Das gab EU-Kommissionpräsidentin von der Leyen auf Twitter bekannt. Damit rücke das Ziel immer näher, bis in den Juli ausreichend Impfdosen zu liefern, um 70 Prozent der Erwachsenen in den Mitgliedstaaten zu immunisieren.
+++ In Berlin können sich Studierende von den Betriebsärzten der Universitäten gegen das Coronavirus impfen lassen. Unter anderem die Freie Universität Berlin richtete innerhalb der Hochschule eine Impfstelle ein. Die Hochschulrektorenkonferenz fordert bereits seit längerem, dass die Universitäten in die deutsche Impfkampagne einbezogen werden.
Graffiti an einer Wand: Ein junges Liebespaar mit Coronamasken umarmt und küsst sich.
Ist die Maske noch sinnvoll oder nicht? (unsplash / Daniel Tafjord)
+++ In der Diskussion über die Dauer der Maskenpflicht mehren sich die Warnungen vor einer zu frühen Aufhebung. Unions-Fraktionsvize Stracke betonte, die Gefahr sei aufgrund der ansteckenderen Virus-Mutationen noch nicht gebannt. Die Grünen-Politikerin Schulz-Asche meinte, das Tragen einer Masken sei neben dem Abstand halten weiter wichtig, um jene zu schützen, die noch keinen vollständigen Impfschutz hätten. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Westerfellhaus, warnte vor allem vor einer übereilten Aufhebung in Pflegeeinrichtungen. Nicht alle Pflegekräftem Bewohner und Besucher seien geimpft. Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Marx, meinte, gegen eine Aufhebung der Maskenpflicht im Freien spreche generell nichts. In Innenräumen sollte sie aber weiterhin gelten.
Montag, 14. Juni
+++ Die globale wöchentliche Zahl an Corona-Fällen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sieben Wochen in Folge gesunken – der längste Rückgang seit Beginn der Pandemie.
Dieser Trend verdecke jedoch die beunruhigende Zunahme von Krankheits- und Todesfällen in vielen einzelnen Ländern, warnte WHO-Chef Tedros in Genf. Der Anstieg in Afrika sei besonders alarmierend, da der Kontinent weltweit am wenigsten Impfdosen, Tests und Sauerstoff für Patienten zur Verfügung habe. Laut Tedros sterben täglich mehr als 10.000 Menschen in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.
+++ Wegen der schnellen Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus werden die Pandemie-Maßnahmen in England um vier Wochen verlängert.
Großbritanniens Premier Boris Johnson steht neben Flaggen am rednerpult und informiert über die Corona-Maßnahmen.
Großbritanniens Premier Boris Johnson (dpa / Jonathan Buckmaster / Pool Photo via AP)
Wie der britische Ministerpräsident Johnson in London mitteilte, gelten die derzeitigen Auflagen weiter bis zum 19. Juli. Ursprünglich war geplant, die Maßnahmen am kommenden Montag aufzuheben. Sollte sich die Lage in England schnell verbessern, könnte es laut Johnson schon nach zwei Wochen erste Änderungen geben. In Großbritannien stieg die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder an. Die Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden.
Mehr zum Thema: Wie gefährlich ist die Delta-Variante?
Trotz der Ausbreitung der Delta-Variante erlaubt Großbritannien bei mehreren Sport-Events in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer. So dürfen beim Finale der Fußball-EM am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40.000 Zuschauer dabei sein, wie Kultur- und Sportminister Dowden der Nachrichtenagentur PA zufolge mitteilte.
+++ Die EU-Länder haben sich darauf geeinigt, Reisebeschränkungen koordiniert und schrittweise zu lockern.
Mit Beginn des Sommers werde den Bürgerinnen und Bürgern das Reisen erleichtert, mit nur begrenzten und verhältnismäßigen Reisebeschränkungen, wenn überhaupt, teilte EU-Justizkommissar Reynders mit. So sei vorgesehen, dass vollständig Geimpfte und Genesene keinen Reisebeschränkungen unterliegen sollen.
Touristen am Strand in Kardamyli, einer Stadt am Meer fünfunddreißig Kilometer südöstlich von Kalamata, Peloponnes. 
Touristen in Griechenland: Das Land gilt zu großen Teilen als "einfaches" Risikogebiet. (dpa / Socrates Baltagiannis)
Zudem sollten Menschen aus Regionen mit wenigen Infektionen ebenfalls ohne Beschränkungen reisen können. Grundlage ist eine Einteilung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in mehrere Farben: Grün, Orange, Rot und Dunkelrot - anhand der Fallzahlen und der Positivrate von Tests. In Deutschland ist derzeit Mecklenburg-Vorpommern als einziges Bundesland ein grünes Gebiet. Von Reisenden aus orangen Gebieten könne ein Test verlangt werden, heißt es in der Mitteilung der EU-Kommission. Wer aus einem roten Gebiet kommt, für den könne Quarantänepflicht gelten.
+++ Bei den Spielen der Fußball-EM in München gilt für die zugelassenen Zuschauer eine Maskenpflicht auch am Platz.
Ein Banner mit der Aufschrift „UEFA Euro 2020“ hängt vor der Allianz Arena in München. 
Die Fußball-EM findet in 11 Ländern statt- München ist einziger deutscher Austragungsort. (dpa)
Das bestätigte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek einen Tag vor dem ersten Gruppenspiel der Deutschen. In den anderen EM-Stadien haben die Zuschauer bei den bisherigen Partien an ihren Plätzen zumeist keine Masken getragen.
+++ Die Muttermilch von mit Covid-19 infizierten Frauen enthält keine Spuren des Virus, aber ist Trägerin von Antikörpern. Das ist das Ergebnis einer Studie aus Spanien. Die Forschenden empfehlen demnach das Stillen selbst im Fall einer Infektion.
+++ Zum Auftakt der neuen digitalen Corona-Impfnachweise sind bis zum Mittag bereits 140.000 Zertifikate ausgestellt worden.
Ein Smartphone mit der CovPass-App.
Unter anderem die neue CovPass-App soll als digitaler Impfpass dienen. (dpa / Soeren Stache)
Der Deutsche Apothekerverband teilte mit, über 13.000 Niederlassungen und damit gut zwei Drittel aller Apotheken böten diese neue Leistung in der Bundesrepublik an. Auch habe auf einem in Internet freigeschalteten Informationsportal eine extrem hohe Nachfrage bestanden, so dass die Webseite vorübergehend nicht mehr zu erreichen gewesen sei. Seit heute können sich alle Menschen mit vollständigem Impfschutz einen digitalen Nachweis ausstellen lassen. Dieser ist als Ergänzung zu der weiterhin gültigen gelben Papierversion gedacht.
Wie und wo man sich das Impfzertifikat ausstellen lassen kann.
+++ Die EU hat den Weg für das europaweit gültige Impfzertifikat freigemacht. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Sassoli, und der derzeitige EU-Ratsvorsitzende, Portugals Premierminister Costa, unterzeichneten in Brüssel die entsprechende Verordnung. Die elektronische Plattform für die Überprüfung von Impfzertifikaten soll am 1. Juli europaweit an den Start gehen. Bei Inhabern des Zertifikats sollen die EU-Staaten von Quarantäne- und Testpflichten absehen, sofern dies die Corona-Lage erlaubt. Damit soll vor allem das Reisen innerhalb der EU wieder einfacher werden.
+++ Nach Angriffen auf kommunale Ordnungskräfte und Polizisten am Wochenende in Nordrhein-Westfalen beraten die Behörden über weitere Maßnahmen.
"Stadt und Polizei werten die Geschehnisse im Bereich des Aasees aktuell gemeinsam aus und werden hieraus Schlüsse zum zukünftigen Vorgehen ziehen, teilte die Stadt Münster mit. Die Polizei schloss sich der Aussage an. Die Öffentlichkeit werde zeitnah über das Ergebnis informiert. Die Polizei in Köln will sich nach eigenen Angaben auf den Einsatz während des Spiels der Fußball-Nationalmannschaft am Dienstagabend bei der EM konzentrieren. Da werde die Einsatzleitung mit mehr Kräften auf der Straße sein und kurzfristig auch Beamte der Einsatzhundertschaft hinzuziehen. Man werde sehen, wie man sich für das kommende Wochenende aufstelle, heißt es aus der Pressestelle.
+++ Der Corona-Impfstoff des US-Pharmaherstellers Novavax hat sich nach dessen Angaben in einer Studie als hochwirksam erwiesen. Der Impfstoff schützte Studienteilnehmer, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf hatten, dem Unternehmen zufolge zu 91 Prozent und zeigte eine Wirksamkeit von 100 Prozent bei der Vorbeugung mittelschwerer und schwerer Covid-19-Fälle. Gegen Varianten, die Novavax nicht identifizieren konnte, sei er zu etwa 70 Prozent wirksam gewesen. An der Studie beteiligten sich fast 30.000 Menschen in den USA und Mexiko. Bis Ende September würden Anträge auf eine Zulassung unter anderem in den USA und Europa gestellt, erklärte das Unternehmen.
Zwei Spritzen liegen vor vier Ampullen gefüllt mit dem Impfstoff des Herstellers Novavax. Sein Firmenlogo prangert im Hintergrund. 
Laut Angaben des Herstellers Novavax bietet sein Impfstoff guten Schutz gegen das Coronavirus und eine hochansteckende Variante. (AFP)
+++ Die US-Metropole New York City plant, die am Kampf gegen die Corona-Pandemie beteiligten Menschen mit einer großen Konfettiparade zu feiern. Die "Hometown Heroes Parade" sei für den 7. Juli geplant, teilte Bürgermeister de Blasio mit.
New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt neue Beatmungsgeräte in Augenschein.
News Yorks Bürgermeister Bill de Blasio: "Die Welt, die wir kannten, ist verloren" (dpa-news / AP / Mark Lennihan)
Bereits im vergangenen April hatte de Blasio auf dem Höhepunkt der Pandemie in New York erklärt, wenn der Tag komme, an dem man "das vibrierende wunderschöne Leben dieser Stadt wieder starten" könne, "dann ist das Erste, was wir machen werden, eine Konfettiparade für unsere Gesundheits- und Rettungskräfte". Man werde diejenigen ehren, "die uns gerettet haben."
+++ Im sechsten Monat nach dem Start der Corona-Impfkampagne in Deutschland hat beinahe die Hälfte der Bevölkerung mindestens eine erste Dosis erhalten. Die Quote der erstgeimpften Bürgerinnen und Bürger lag nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag bei 48,1 Prozent. 25,7 Prozent haben bereits den vollen Schutz.
+++ Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Deutschland sinkt weiter. Sie liegt nun bei 16,6 nach 17,3 am Vortag, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 549 Corona-Neuinfektionen. Es ist das erste Mal seit mehr als acht Monaten, dass die Zahl bei unter 1000 liegt. Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge zehn neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet.
+++ Bundesgesundheitsminister Spahn hat sich für ein stufenweises Ende der Maskenpflicht ausgesprochen. Bei den fallenden Corona-Inzidenzen könne in einem ersten Schritt die Maskenpflicht draußen entfallen, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote könne man nach und nach auch drinnen auf den Mund-Nasen-Schutz verzichten. Spahn sagte aber zugleich, dass das Tragen von Masken auch ohne Pflicht weiter zu empfehlen sei, etwa auf Reisen oder bei Treffen in Innenräumen.
Mehr zum Thema: Wie lange soll die Maskenpflicht in Deutschland noch gelten?
+++ Die Menschen in Dänemark müssen ab heute kaum noch Mund-Nasen-Schutz tragen. Die seit Monaten im Kampf gegen das Coronavirus geltende Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Visiers ist zum Montag für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben worden. Darauf hatten sich die Regierung und der Großteil der Parlamentsparteien geeinigt. Einen solchen Corona-Schutz muss man in Dänemark jetzt nur noch im öffentlichen Nahverkehr tragen, wenn man dort nicht sitzt. Bis zum 1. September soll die Maske dann gänzlich verschwinden.
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