Niedrigwasser: Binnenschiffer legen Drei-Punkte-Plan vor

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) hat von der Bundesregierung ‌⁠schnellere Maßnahmen gegen die Folgen von Niedrigwasser gefordert. Binnenschiffe könnten nicht einfach durch andere Verkehrsträger ersetzt werden, sagte BDB-Geschäftsführer Schwanen der "Rheinischen Post" nach der Teilnahme an einer Koordinierungsrunde im Bundesverkehrsministerium.

    Ein Containerschiff fährt mit geringer Ladung bei Niedrigwasser am Rheinknie in Düsseldorf vorbei.
    Niedrigwasser am Rhein in Düsseldorf - die deutschen Binnenschiffer fordern schnellere Maßnahmen (picture alliance / dpa / Oliver Berg)
    Der ⁠Verband schlägt einen Dreipunkte-Plan ⁠vor. Erstens müsse die Förderung ‌für niedrigwasseroptimierte Schiffe über das Jahresende hinaus fortgesetzt werden. Nach Schwanens Worten gibt es derzeit in Deutschland lediglich zwölf solcher Schiffe, die aber auch nicht frei verfügbar sind. Zweitens müsse der ​Ausbau der Fahrrinnen an Mittel- und Niederrhein beschleunigt werden, da das Zieldatum 2033 zu spät sei. Dies ​würde 20 Zentimeter mehr Abladetiefe bringen. Drittens sollten die ‌Behörden schnell Möglichkeiten finden, das Wasser im Rhein stärker zu stauen.
    Schwanen verwies darauf, dass es nicht nur um die Schifffahrt gehe: "Massenhaftes Fischsterben, vertrocknete Auen, hohe Wassertemperaturen und zu wenig Sauerstoff bringen den Rhein als Habitat an seine Grenzen. Das geht uns alle an."
    Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.