Freitag, 12. August 2022

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Olympia 2018
Russland-Ausschluss "einzige konsequente Entscheidung"

Am 5. Dezember entscheidet das IOC, ob russische Athleten bei den Olympischen Winterspielen starten dürfen oder nicht. Skisprung-Sportdirektor Horst Hüttel forderte im Dlf den Ausschluss Russlands von den Spielen in Pyeongchang.

Horst Hüttel im Gespräch mit Matthias Friebe | 19.11.2017

    Im Interview sagte Hüttel, der auch für Langläufer und Nordische Kombinierer zuständig ist: "Es ist die einzige konsequente Entscheidung, die zu treffen ist." Er hoffe darauf, dass im Sinne des Sport klare Zeichen gesetzt würden. Für die gesamte "nordische Familie" im Welt-Ski-Verband würde eine klare Entscheidung gut tun, so Hüttel weiter.
    Hüttel zeigt sich zufrieden mit der Leistung der DSV-Adler, aber nicht ganz ohne Einschränkungen: "-Wir sind ein bisschen unglücklich, weil natürlich unser Anspruch ist, in einem Teamspringen auch letzten Endes einen auf dem Podium stehen zu haben." Hüttel bleibt aber optimistisch und freut sich schon auf die nächsten Wettkämpfe: "Wir können dann nächstes Wochenende in Kuusamo zeigen, dass unsere Leistungen mehr gut sind wie für einen vierten Platz."
    Fokus zunächst auf Vierschanzentournee
    "Ich denke mal, dass der Fokus erstmal darauf ausgerichtet ist, in einer guten Form jetzt in die nächsten Wochen weiterhin zu gehen und das zu bestätigen, was jetzt hier gestern und heute passiert ist." Erst danach, nach der Vierschanzentournee und der Skiflug-WM in Oberstdorf, würde sich das Team mit Olympia beschäftigen.
    Zu Hüttels sportlichen Favoriten gehört in diesem Jahr Andreas Wellinger: "Ich denke schon, dass in den nächsten Wochen, wenn er zu seiner Stärke zurückfindet, dann wird es für die teameigenen Leute nicht einfach werden, an ihm vorbeizuspringen."
    Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.