Sonntag, 14. August 2022

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Olympia
Nord- und Südkorea vereint im Eishockey

Ein gemeinsames Team beim olympischen Mannschaftswettbewerb. Das wäre eine Premiere mit hoher politischer Symbolkraft. Bei den Spielen in Pyeongchang soll das Realität werden.

Von Frank Hollmann | 12.01.2018

    Ein Eishockey-Schläger mit einem Puck.
    Gemeinsames Eishockeyteam bei Olympia in Pyeongchang (dpa-Zentralbild / Peter Endig)
    Anfang der 90er Jahre gab es solche Teams bei einer Tischtennis Weltmeisterschaft und bei einer Jugend Fußball-WM. Aber bei internationalen Multi-Sportereignissen wie Asien oder Olympischen Spielen liefen beide Delegationen bestenfalls unter neutraler Flagge gemeinsam ein. Die Wettkämpfe aber bestritten Süd und Nord stets getrennt.
    Die offiziellen Maskottchen der Olympischen Winterspiele 2018 (Soohorang, links) und der Winter-Paralympics 2018 (Bandabi, rechts) vor dem südkoreanischen Parlament in Seoul. Foto 
    Die offiziellen Maskottchen der Olympischen Winterspiele 2018 (picture alliance/dpa/Daniel Kalker)
    Im April testeten die Frauen- Hockey-Mannschaften aus beiden Koreas noch gemeinsam das olympische Eis. Das viel beachtete Spiel in der Arena von Gangneung gewann der Süden mit drei 3:0. Seoul will offenbar unbedingt den Sport nutzen, um die Beziehungen zum Norden zu verbessern.
    Wildcards auch für die Paralympics
    Das Paralympische Komitee des Südens bereitet eine Einladung vor. Auch Sportler mit Behinderungen sollen im März von Pjöngjang nach Pyeongchang kommen. Ende Januar soll das Internationale Paralympische Komitee darüber beraten.
    Eine Vorentscheidung könnte in Deutschland fallen beim Nordischen World Cup ab dem 20. Januar in Oberried im Schwarzwald. Sollte Nordkorea dort um Wildcards für die Paralympics bitten, dürften seine Athleten wohl kommen, so die Einschätzung in Südkorea.