Freitag, 12. August 2022

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Olympische Spiele 2018
"Die Spiele sind auf die politische Agenda gehoben worden"

Olympia in Pyeongchang sei kein Faktor im Konflikt zwischen Nord- und Südkorea, sagte Stefan Samse von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Seoul. Dennoch seien die Spiele von der südkoreanischen Administration auf die politische Tagesordnung gesetzt worden, um die Sportdiplomatie stärker zu nutzen. Deutschland diene als Vorbild.

Stefan Samse im Gespräch mit Klaas Reese | 12.08.2017

    Logo der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang.
    Die Spiele in Pyeongchang sollen der Sportdiplomatie dienen, sagt Stefan Samse von der KAS in Seoul. (dpa / picture alliance / epa / Jeon Heon-Kyun)
    Sicherheitspolitisch hätten die Spiele, die 2018 in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang stattfinden, keine Rolle gespielt. Doch die Regierung versuche, das Thema zu beleben und in den Vordergrund zu rücken, indem beispielsweise der südkoreanische Präsident die olympischen Stätten aus dem Urlaub besucht habe. Anders als frühere Regierungen versuche die jetzige, Sportdiplomatie stärker als bisher zu nutzen und durch die olympischen Spiele, Sportler, Sportfunktionäre und letztlich auch die Politik zusammen zu bringen versucht.
    Blick nach Deutschland
    Dabei blickten die Koreaner gerne auf Deutschland und die deutsche Teilung, während der es auch Austausch zwischen Sportlern gegeben habe. Auch Deutschland arbeite an der koreanischen Annäherung mit, so Samse von der CDU-nahen Stiftung, und begleite das Thema auf südkoreanischer Seite. Es habe auch sportdiplomatische Angebote Südkoreas gegeben gegenüber Nordkorea, die jedoch nicht angenommen worden seien.
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