Sonntag, 04. Dezember 2022

Opioid-Krise und Anti-Drogen-Kampf
Ein Land in Betäubung

Die USA befinden sich in einer schweren Drogenkrise: 2016 starben rund 64.000 Menschen an einer Überdosis. Nicht zuletzt durch opiumbasierte Schmerzmittel, die von Ärzten leichtfertig verschrieben werden. Mit seinem Anti-Drogen-Programm will US-Präsident Donald Trump das Suchtproblem lösen.

02.11.2018

    Obdachlose zelten auf einer Grünfläche in Minneapolis, USA
    Für viele Menschen führt die Abhängigkeit von opioiden Schmerzmitteln in die Heroinsucht - und damit ins Elend, wie hier in Minneapolis (imago/ZUMA Press)
    Ein offenenr Pillenbehälter verteilt seinen Inhalt
    Painkillers
    Die Opiatkrise in den USA

    Sobald die Krankenkasse die teuren Schmerzmittel nicht mehr bezahlt, steigen viele Süchtige um: auf Heroin. Die schlimmste Drogenkrise in den USA ist Folge einer hemmungslosen Verschreibungspraxis. Vom Geschäft mit den Opiaten profitiert besonders eine Firma.
    Chronischer Schmerz
    Opioid fürs Volk

    Allzu sorglos haben US-Hausärzte Opioide verschrieben, starke Schmerzmittel nach Vorbild des Rauschgifts aus dem Schlafmohn. Jetzt kämpft die Gesellschaft mit den Folgen der Sucht – und rund 60.000 Todesfällen allein im letzten Jahr. Die Krise beschäftigt längst höchste Regierungskreise.
    Die "Porter-und-Jick-Studie"
    Schmerzmittel mit Suchtpotenzial

    Schon nach kleineren Operationen werden Patienten in den USA mit opiumbasierten Schmerzmitteln nach Hause geschickt. Das hat auch mit einem Text zu tun, der 1980 in einem medizinischen Fachjournal erschienen ist.
    Kampf gegen die Opioid-Krise
    Trump ruft nationalen Gesundheitsnotstand aus

    Durchschnittlich 91 Menschen sterben in den USA pro Tag durch Drogenkonsum, Tendenz steigend. Heroin und opioide Schmerzmittel spielen dabei eine große Rolle. Mit seinem Antidrogenprogramm will US-Präsident Donald Trump das Suchtproblem lösen.
    USA, Mexiko und China
    Vereint im Anti-Drogen-Kampf

    Strafzölle gegen die einen, Mauer gegen die anderen - China und Mexiko sind Donald Trumps wirtschaftliche "Lieblingsfeinde". Doch im Kampf gegen illegale Drogen arbeiten die drei Länder intensiv zusammen. Zum Beispiel, um neuen Drogenvertriebswegen beizukommen.