Nach Todesurteil gegen Rapper
PEN Berlin fordert mehr Einsatz für Menschenrechte im Iran

Die Schriftstellervereinigung PEN Berlin hat die Bundesregierung aufgefordert, sich mehr für die Menschenrechte im Iran einzusetzen. Anlass ist, dass ein Gericht im Iran den 22 Jahre alten Rapper Mahnam Navab Safavi zum Tode verurteilt hat. Safavi war am 10. Januar 2026 während der landesweiten Proteste in Isfahan festgenommen worden.

    Deniz Yücel, Präsident der Schriftstellervereinigung PEN-Zentrums Deutschland steht am Rednerpult.
    Deniz Yücel, Präsident der Schriftstellervereinigung PEN Berlin. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
    Der PEN Berlin wirft der Bundesregierung vor, dass sie einen "Tunnelblick auf die Straße von Hormuz" hat und zu der Menschenrechtslage im Iran schweigt. Demnach nutzt der Iran die Aufmerksamkeit des Westens auf die wirtschaftliche Lage, um die Repressionen gegen seine Bevölkerung zu verschärfen. Der Schriftstellerverband warnt: "Das Schweigen zu den massiven Repressionen, den anhaltenden Hinrichtungen und der systematischen Verfolgung von Künstler:innen, Journalist:innen und anderen kritischen Stimmen sendet ein fatales Signal an das Terrorregime in Iran."
    Diese Nachricht wurde am 11.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.