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StartseiteLänderzeitAufnahmestopp im Seniorenheim22.11.2017

Pflegekräfte-Mangel in DeutschlandAufnahmestopp im Seniorenheim

Ob in Bremen, Kiel, München oder Hannover – überall in der Republik bleiben Pflegeheimplätze unbesetzt. Wo die Quote von 50 Prozent Fachkräften unterschritten wird, müssen die Heimbetreiber Betten stilllegen. Dabei ist die Nachfrage groß, steigt die Zahl der Pflegebedürftigen deutlich schneller als die der Pflegefachkräfte.

Ein Sendung von Dörte Hinrichs

Ein Pflegebett in einem Seniorenheim. (picture alliance / dpa - Tobias Kleinschmidt)
Ein Pflegebett in einem Seniorenheim. Weil Pflegekräfte fehlen, bleiben Heimplätze leer. (picture alliance / dpa - Tobias Kleinschmidt)

Mindestens 40.000 Fachkräfte fehlen derzeit in der Altenpflege, so die Gewerkschaft ver.di. Daran haben auch die gestiegenen Ausbildungsplätze wenig geändert. Denn der Job ist anstrengend, Arbeitsdruck und der Krankenstand sind gestiegen, die Zeit für die Pflegebedürftigen wird immer weniger, viele steigen ganz aus.

Warum hat sich die Situation derart verschärft, obwohl die Problematik seit langem bekannt  ist? Wie hat sich der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff mit der Einführung von fünf Pflegegraden auf die Situation ausgewirkt? Wie lässt sich mehr Personal für die Altenpflege gewinnen und wie hoch sollte der Fachkräfteanteil sein? Was können die Bundesländer, was die Heimleitungen tun, um die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter zu verbessern und eine menschenwürdige Pflege zu garantieren?

Über diese und andere Fragen diskutieren wir mit ExpertInnen und gerne auch mit Ihnen. Rufen Sie uns an, wie immer kostenfrei unter 00800 44 64 44 64 oder schicken Sie eine mail an laenderzeit@deutschlandfunk.de

Studiogäste:

  • Sabine Nowak, Referat Ältere Menschen, Senat für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport, Bremen
  • Prof. Hermann Brandenburg, Dekan Pflegewissenschaftliche Fakultät, Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar
  • Christina Kaleve, Bundesvorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Altenpfleger
  • Werner Schell, Selbsthilfenetzwerk Pro Pflege, Neuss

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