Dienstag, 05. Juli 2022

Philip Glass zum 85. Geburtstag
Meister der unendlichen Linien

Am 31. Januar wird Philip Glass 85 Jahre alt. Er war Mann der ersten Stunde der "Minimal Music", die in den 1960er-Jahren ihren Anfang nahm. Hier spielt er „Mad rush“ aus seinem ersten Solo-Piano-Album, das 1979 anlässlich des ersten Dalei-Lama-Besuchs in den USA entstand. Dazu: das beliebte erste Violinkonzert mit Gidon Kremer und den Wiener Philharmonikern.

Am Mikrofon: Christiane Lehnigk | 27.01.2022

Philip Glass sitzt vor einem aufgeklappten Flügel und schaut nach rechts an der Kamera vorbei.
Philip Glass studierte von 1959 bis 1962 Klavier an der Juilliard School of Music in New York. (picture alliance / dpa / Estela Silva)
Philip Glass ist einer der populärsten Vertreter der sogenannten „Minimal Music". Langwährende Tonrepetitionen entfalten dabei weite, sich nur geringfügig verändernde Klangflächen.

25 Minuten für die Geige

Der Dirigent Dennis Russel Davies hatte seinen Freund Philip Glass dazu animiert, nach seinen frühen Opern, Theater- und Filmmusiken doch auch größere Orchesterstücke zu schreiben. Glass entschied sich für ein Solokonzert für Violine, denn die Geige war das Lieblingsinstrument des Vaters, das er selbst mit 6 Jahren auch erlernte.
So entstand 1987 das beliebte Violinkonzert in Zusammenarbeit mit dem Geiger Paul Zukofsky, der Solist der ersten Schallplatten-Einspielung war Gidon Kremer. Wenn auch zunächst größer skizziert, wurde es doch ein Violinkonzert nach klassischem Schema mit drei Sätzen. Es ist „theatralischer und persönlicher“ als reine Orchestermusik, so empfindet es der Komponist, der am 31. Januar vor 85 Jahren geboren wurde.
Philip Glass
aus: Solo Piano
"Mad Rush"


Philip Glass, Klavier
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1

Gidon Kremer, Violine
Wiener Philharmoniker
Leitung: Christoph von Dohnányi
Aufnahmen aus den Jahren 1989 und 1992