
Im Zweifel könnte eine Verpflichtung ausgesprochen werden müssen. Die Einsatzbereitschaft habe höchste Priorität, betonte Pistorius mehrfach. Die Stationierung der Panzerbrigade in Litauen wurde von der Bundesregierung als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland zugesagt. Sie gilt als zentrales Element zur Stärkung der Nato-Ostflanke und soll zur Abschreckung und Verteidigung des Bündnisgebiets beitragen.
Die Truppe soll bis 2027 mit einer Gesamtstärke von rund 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern als Kampfverband voll einsatzfähig sein. Bislang sind rund 1.800 Angehörige der Bundeswehr in Litauen stationiert.
Pistorius: Setzen weiter auf Freiwilligkeit
Engpässe gebe es gelegentlich etwa bei Fachkräften im IT- und Logistikbereich, aber auch anderen Bereichen. Man setzte weiterhin auf Freiwilligkeit und bemühe sich, den Familienangehörigen bestmögliche Bedingungen zu bieten, sagte Pistorius.
Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Freuding, verwies darauf, dass eine Armee nicht nur durch freiwilligen Dienst funktioniere und Soldaten daran gewöhnt seien. Man werde sicherstellen, dass sie ihre Mission zur richtigen Zeit am richtigen Ort erhalten. "Und wir werden Ende 2027 einsatzbereit sein. Punkt", sagte Freuding. Darauf könne sich Litauen verlassen.
Diese Nachricht wurde am 22.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



