Reaktion auf Sachsen-Anhalt-Wahl
Präsident des Zentralrats der Juden "persönlich entsetzt" von AfD-Wahlerfolg, Stiftung Gedenkstätten warnt

Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeigt sich schockiert über die hohen Zustimmungswerte für die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

    Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, gibt ein Interview.
    Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden (Pia Bayer / dpa / Pia Bayer)
    Präsident Schuster sagte der Zeitung "Die Welt", er sei "persönlich entsetzt“. Er warnte vor weitreichenden Folgen, sollte die AfD die Landesregierung in Sachsen-Anhalt übernehmen. Als Beispiel nannte er eine "radikal veränderte Bildungspolitik" zulasten vieler Kinder und Jugendlicher. Auch die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora warnte vor einer AfD-geführten Landesregierung. Für Gedenkstätten und Einrichtungen der historisch-politischen Bildung entstünde sonst eine grundlegend veränderte Lage. In solch einem Falle könnten diejenigen, die ihre Arbeit politisch bekämpften, künftig über deren Finanzierung und personelle Voraussetzungen mitentscheiden.
    Weitere Meldungen und Grafiken zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt finden Sie in unserem Newsblog.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Der Politikpodcast: Sachsen-Anhalt hat gewählt – und jetzt?
    Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.