Nach Ankunft Tausender Migranten
Präsident von Ceuta fordert Hilfe von Madrid: Lage für angekommene Kinder und Jugendliche "unhaltbar"

Der Präsident der spanischen Exklave Ceuta, Vivas, hat die Regierung in Madrid um Hilfe bei der Aufnahme von minderjährigen Migranten gebeten.

    Zwei Kinder schlafen auf einem Stein in Ceuta.
    In Ceuta sind auch zahlreiche Kinder und Jugendliche angekommen. (IMAGO / Anadolu Agency / IMAGO / Marcos Moreno)
    Die Aufnahmezentren seien vollkommen überfüllt, sagte er im spanischen Fernsehen. Derzeit betreue man etwa 1.100 unbegleitete Minderjährige, die von Marokko aus Ceuta erreicht hätten. Ausgelegt seien die Kapazitäten aber nur für maximal 100. Die Nichtregierungsorganisation Save the Children hatte ebenfalls eine Überbelegung beklagt und darauf verwiesen, dass Kindern und Jugendlichen ein sicherer Schlafplatz und eine fachgerechte Betreuung zustehe. Dem spanischen Recht zufolge sollen sich alle Regionen an der Aufnahme von minderjährigen Migranten beteiligen. Mehrere von der konservativen Volkspartei PP regierte Regionen weigern sich jedoch, Migranten aus Ceuta unterzubringen.
    In der vergangenen Woche hatten rund 72.000 Menschen die spanische Exklave teils schwimmend erreicht, die meisten kehrten inzwischen nach Marokko zurück.
    Diese Nachricht wurde am 05.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.