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PressefreiheitPopulisten und Urbane

Gleich nach ihrer Machtübernahme machte sich die nationalkonservative Regierung von Viktor Orbán daran, die ungarischen Medien unter ihre Kontrolle und auf ihre politische Linie zu bringen. Das europäische Ausland reagierte mit Entrüstung.

Von Jan-Uwe Stahr | 15.03.2014

Dabei hat die Gängelung des öffentlichen Rundfunks und Fernsehens im Nachwende-Ungarn eine traurige Tradition. Das politische Lagerdenken in den Printmedien begann sogar schon nach dem Ersten Weltkrieg: Damals wie heute stehen sich national-konservative "Populisten" und links-liberale "Urbane" unversöhnlich gegenüber, oft auf Kosten einer unabhängig-kritischen Berichterstattung.
Doch mit den neuen Internetmedien entwickelt sich auch in Orbáns Ungarn ein junger, schwer zu kontrollierender, partei-unabhängiger Journalismus: Frisch, frech und investigativ nimmt er Politik und Gesellschaft ins Visier und zunehmend Einfluss auf die Öffentlichkeit.
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