Autobranche
Proteste: Bundesweiter Aktionstag der IG Metall

Bundesweit kommt es heute zu Protesten bei Herstellern und Zulieferern der Autoindustrie. Die IG-Metall hatte zu Aktionen an mehr als 200 Orten aufgerufen. Dabei soll laut Gewerkschaft ein Zeichen gegen Stellenabbau und weitere Einschnitte an deutschen Standorten gesetzt werden.

    Zwei Männer halten IG-Metall-Pfeifen zwischen den Lippen.
    Beschäftigte der Autoindustrie protestieren bundesweit. (Bernd Weißbrod / dpa)
    IG-Metall-Chefin Benner sprach im Stammwerk des Autoherstellers Volkswagen in Wolfsburg gemeinsam mit der VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Cavallo vor tausenden Beschäftigten. Dabei forderte Benner besseren Schutz vor unfairem Wettbewerb aus China und eine wirksamere Subventionspolitik der EU. An die Bundesregierung gerichtet verlangte sie eine Fortführung des Blockmodells für die Altersteilzeit. Cavallo erklärte, es brauche Ausgleichszölle auf chinesische Hybridautos.
    Die Chefin des Verbands der Deutschen Automobilindustrie, Müller, forderte in einem Beitrag für das "Handelsblatt" hingegen mehr Veränderungsbereitschaft der Arbeitnehmervertreter. Die deutsche Autoindustrie steckt unter anderem wegen der chinesischen Konkurrenz, US-Zöllen und niedrigen Gewinnmargen bei E-Autos in der Krise.

    Erste Warnstreiks ab November möglich

    Anfang Oktober steht die nächste Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie für Baden-Württemberg an. Zum 31. Oktober laufen die Entgelttarifverträge aus. Dann endet auch die sogenannte Friedenspflicht, danach könnte die Gewerkschaft zu Warnstreiks aufrufen. 

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Wirtschaft: IG Metall und Automobil-Aktionstag
    Diese Nachricht wurde am 21.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.