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Auto-Attacke auf Polizisten
"Reichsbürger" in Baden-Württemberg wegen versuchten Mordes zu Haftstrafe verurteilt

Ein sogenannter Reichsbürger muss nach dem Angriff auf einen Polizisten in Baden-Württemberg ins Gefängnis.

24.03.2023
    Ein Mann mit verpixeltem Gesicht wird in Handschellen von einem uniformierten Justizbeamten in einen Gerichtssal geführt. Rechts steht ein weiterer Beamter.
    Der Angeklagte (2.v.r) wird vor der Urteilsverkündung in einen Gerichtssaal des Oberlandesgerichts Stuttgart geführt. (Bernd Weißbrod / dpa / Pool / dpa / Bernd Weißbrod)
    Das Oberlandesgericht Stuttgart verurteilte den 62-Jährigen wegen versuchten Mordes zu zehn Jahren Haft. Er soll vor gut einem Jahr vor mehreren Verkehrskontrollen geflohen und schließlich auf einen Polizisten zugesteuert sein, den er mit seinem Wagen erfasste und schwer verletzte.
    Der Mann aus dem Kreis Lörrach ist der erste Reichsbürger, der von der Bundesanwaltschaft angeklagt worden ist. Die Verteidigung sah den Vorwurf eines vorsätzlichen versuchten Tötungsdelikts nicht als bewiesen an und hatte argumentiert, alle anderen Vorwürfe seien mit der Untersuchungshaft bereits abgegolten.
    Diese Nachricht wurde am 24.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.