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Revierderby ohne ZuschauerAnmutung wie Kreisliga

Der Journalist Sascha Staat war einer der wenigen Zuschauer im Stadion beim Spiel Borussia Dortmund gegen Schalke 04. Im Gespräch beschreibt er, wie die ungewohnten Bedingungen beim Revierderby aussahen, wie die Atmosphäre wirkte und wem all das möglicherweise auch half.

Sascha Staat im Gespräch mit Astrid Rawohl | 16.05.2020

Raphael Guerreiro von Dortmund schießt das Tor zum 2:0
Das zweite von vier Toren des BVB gegen Schalke (picture alliance/Martin Meissner/AP-Pool/dpa)
Erstaunlich war für den Sportjournalisten Sascha Staat vor allem die Atmosphäre beim Aufwärmen im nahezu leeren Dortmunder Stadion: "Da habe ich gedacht: Das ist so eine Art Kreisligaspiel, was da gleich anfängt, weil so wenige Zuschauer im Stadion waren." Nach dem Anpfiff sei der Unterschied für ihn als Reporter aber nicht so groß gewesen - vor allem, weil er sich auf seine Arbeit konzentrierte.
Die Spieler auf dem Platz hätten sich in dem leiseren Umfeld möglicherweise besser auf taktische Vorgaben konzentrieren können. Staat hob bei diesen Überlegungen besonders BvB-Profi Mahmoud Dahoud hervor, dem die ungewohnte Atmosphäre möglicherweise geholfen habe, weil er sonst recht intensiv auf Fanaktionen reagiere. "Heute hatte ich schon den Eindruck, dass er befreit aufspielt."
Das Hygienekonzept sei konsequent umgesetzt und eingehalten worden, meint Staat. Als Beispiel nennt er Abstände zwischen allen Anwesenden im Stadion, Mund-Nasen-Schutzmasken und Temperaturmessungen beim Einlass. "Gerade die Journalisten, die ja auch davon leben, wissen natürlich, dass sie auch Abstand halten müssen, dass sie sich an diese Regeln halten müssen. Und ich glaube, dass haben sie auch getan."
Sascha Staat sitzt vor einem Mikrofon
Sascha Staat im DLF-Studio (DLF)