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StartseiteKonzertdokument der WocheAlma und Gustav Mahler30.10.2016

Rheingau Musik Festival 2016Alma und Gustav Mahler

Sie galt nicht nur als eine der attraktivsten Frauen Wiens: Alma Schindler war gebildet, hochintelligent, selbstbewusst und musikalisch überaus talentiert. Einer ihrer Verehrer war Gustav Mahler. Dass er ein sehr konservatives Frauenverständnis hatte, sollte sie bald erfahren.

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

Historisches Foto des Komponisten Gustav Mahler (imago / United Archives International)
Haustyrann und liebender Ehemann: Gustav Mahler (imago / United Archives International)

"Er hält von meiner Kunst gar nichts - von seiner viel - und ich halte von seiner Kunst gar nichts und von meiner viel", schrieb die 22-jährige Alma Schindler im Dezember 1901 über den 19 Jahre älteren Komponisten und Wiener Hofoperndirektor Gustav Mahler, der ihr kurz zuvor einen Heiratsantrag gemacht hatte. Ihre 1902 geschlossene Ehe war geprägt von Leidenschaft, Konflikten und Schicksalsschlägen. Erst kurz vor seinem Tod änderte Mahler seine Meinung gegenüber den musikalischen Ambitionen seiner Frau und ermunterte sie zum Komponieren. Seinen tiefen Gefühlen für Alma verlieh er insbesondere in der unvollendeten "10. Sinfonie" hörbaren Ausdruck; so notierte Mahler in die Noten: "Für dich leben! Für dich sterben!"

Alma Mahler
Sechs Lieder für mittlere Stimme und Orchester

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 10 Fis-Dur in der Fassung von Deryck Cooke

Sarah Connolly, Sopran
Rotterdam Philharmonic Orchestra
Leitung: Yannick Nézet-Séguin

Aufnahme vom 27. August 2016 in der Basilika des Klosters Eberbach

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