DFB-Taskforce
Journalist Schulze-Marmeling: Rummenigge-Rücktritt "geradezu kindisch"

Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Mintzlaff sind nicht mehr Teil der DFB-Taskforce. Grund ist die Verpflichtung von Andreas Rettig als DFB-Geschäftsführer. Buchautor Dietrich Schulze-Marmeling kritisiert Rummenigge und Mintzlaff im Dlf harsch.

Dietrich Schulze-Marmeling im Gespräch mit Astrid Rawohl | 17.09.2023
Karl-Heinz Rummenigge hält seinen Kopf beim Reden schräg.
Karl-Heinz Rummenigge, ehemaliges Mitglied der DFB-Taskforce (IMAGO / Lackovic / IMAGO / Mladen Lackovic)
"Ich finde die Aktion von den beiden extrem unsouverän, ja geradezu kindisch. Das riecht sehr stark nach einer Retourkutsche", sagte Dietrich Schulze-Marmeling im Deutschlandfunk. Schulze-Marmeling ist Buchautor und beschäftigt sich schon lange mit dem Deutschen Fußball-Bund. Auslöser für den Rücktritt von Oliver Mintzlaff und Karl-Heinz-Rummenigge war offenbar die Verpflichtung von Andreas Rettig als neuer DFB-Geschäftsführer. Der hatte als Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL) sowohl mit dem FC Bayern (Rummenigge) als auch RB Leipzig (Mintzlaff ehemals) Streitigkeiten. Allerdings habe der neue Arbeitsbereich von Rettig mit den damaligen Thema um die Verteilung von Geldern an die Vereine nichts mehr zu tun, sagt Schulze-Marmeling.
Die Taskforce habe ohnehin keine echte Aufgabe mehr, findet der Autor. Rummenigge störe es mutmaßlich, dass Rettig kein Sportdirektor "von Bayerns Gnaden" sei. Weiterhin kritisierte er, dass Mintzlaff im deutschen Fußball, nach seinem Rücktritt bei RB Leipzig ohnehin keine Funktion mehr im deutschen Fußball inne habe.

Kuntz könnte zur Option werden

Eine weitere Personalie könnte für den DFB nun auch noch interessant werden: Stefan Kuntz soll laut türkischen Medien als türkischer Nationaltrainer entlassen worden sein. Kuntz war Nationalspieler und für einige Jahre Trainer der U21 des DFB. Schulze-Marmeling sieht allerdings Lösungen mit Julian Nagelsmann oder dem Interims-Team um Rudi Völler als bessere Optionen.